KACO new energy sieht große CO2-Einsparpotenziale in der Industrie

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Bei der Umsetzung ehrgeiziger Klimaschutzziele sieht der Wechselrichterhersteller KACO new energy auch Unternehmen in der Pflicht. “Die verarbeitende Industrie kann ihre Emissionen erheblich reduzieren”, so Ralf Hofmann, Geschäftsführer des Neckarsulmer Unternehmens, zum Start der UNO-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen. Technisch sei Klimaschutz machbar, so Hofmann. Mit Blick auf die nötigen Anstrengungen appelliert der KACO-Geschäftsführer an Unternehmen, ihren Beitrag dazu zu leisten. Was machbar sei, zeige das Engagement mehrerer deutscher Unternehmen. KACO beispielsweise produziere seine Photovoltaik-Wechselrichter seit 2007 CO2-neutral, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Laut einer Studie der Klimadaten-Initiative CDP (Carbon Disclosure Project) planen laut KACO new energy rund 100 der 200 nach Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen, ihre Emissionen pro Jahr im Schnitt um 2,8 Prozent zu reduzieren. Nötig seien CDP zufolge aber 3,9 Prozent weniger Emissionen im Jahr, um den Ausstoß in den Industrieländern bis 2050 um etwa 80 Prozent zu senken. Diesen Wert hielten Wissenschaftler für erforderlich, um eine Erderwärmung um mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern. Mehrere Unternehmen wie der Solarthermie-Hersteller Solvis, der Turbinenhersteller Wasserkraft Volk und KACO würden bereits CO2-neutral produzieren.

570.000 Kilowattstunden selbst erzeugter Solarstrom
“Nicht in der Schwerindustrie, aber in vergleichbaren Betrieben der verarbeitenden Industrie lassen sich mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen erhebliche Einsparungen erzielen”, ist sich Ralf Hofmann von KACO sicher. So unterschreite der Primärenergiebedarf der KACO-Firmenzentrale mit 82 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr um etwa die Hälfte die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2007. Einem Stromverbrauch von rund 660.000 Kilowattstunden stünden etwa 570.000 Kilowattstunden selbst erzeugter Photovoltaikstrom gegenüber, heißt es in der Pressemitteilung. Damit produziere KACO in den Sommermonaten mehr Strom, als an allen drei Standorten verbraucht werde. Der eingekaufte Strom stamme zudem von den Ökoanbietern EWS Elektrizitätswerke Schönau und Lichtblick AG.

Wärme aus Holzhackschnitzeln für zwei von drei KACO-Standorten
Bei der Wärmeversorgung profitiere KACO vom vorbildlichen Engagement der Stadt Neckarsulm, die im Industriegebiet Trendpark ein Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk betreibe, berichtet das Unternehmen in der Pressemitteilung. Die Wärme für zwei von drei KACO-Standorten komme von dort. Die Wärme für den dritten Standort, dem kleineren Service Center, produziere ein firmeneigenes, mit Gas betriebenes Blockheizkraftwerk. Ein eigens dafür entwickelter und in Kleinserie produzierter Wechselrichter speise laut KACO so noch einmal jährlich rund 5.000 Kilowattstunden sauberen Strom ins Netz ein.

Beteiligung an myclimate-Initiative
Auch bei der Mobilität gebe es Einsparpotenziale, erklärt KACO in der Pressemitteilung. Bei KACO würden die Mitarbeiter zwischen den Standorten mit Fahrrädern verkehren, für den Transport schwerer Gegenstände stünden Elektroautos zur Verfügung. Mitarbeiter, die viel dienstlich unterwegs seien, würden eine Bahncard erhalten. Um Emissionen zu kompensieren, die durch dienstliche Flugreisen der Mitarbeiter verursacht werden, beteiligt sich KACO laut eigener Aussage an der internationalen Initiative myclimate. Die Initiative unterstütze Projekte, die zur direkten Reduktion von Treibhausgasen führen.

12.12.2009 | Quelle: KACO new energy GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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