Spanischer Photovoltaik-Markt beweist Verlässlichkeit; Ministerpräsident Zapatero bestätigt Vergütungsgarantie für laufende Solarparks

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Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat am 23.06.2010 ausdrücklich eine rückwirkende Änderung der Einspeisevergütung für Solarkraftwerke ausgeschlossen, berichtet die Low Carbon Germany GmbH (Hamburg) in einer Pressemitteilung. Ein entsprechender Gesetzentwurf des spanischen Industrieministers Miguel Sebastián sei damit vom Tisch. Eine neue Fassung ohne nachträgliche Änderungen werde für den 1. Juli erwartet.
“Aufgrund der deutlich gestiegenen Effizienz der Module und Wechselrichter sowie der gesunkenen Produktionspreise ist eine Anpassung der zukünftigen Tarife absolut gerechtfertigt und sinnvoll. Eine Änderung der Tarife für Bestandsanlagen würde jedoch eine negative Auswirkung auf die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der spanischen Gesetzgebung haben”, erklärt Bastian Dittrich, geschäftsführender Gesellschafter der Low Carbon Germany GmbH. “Die höheren Tarife für Bestandsanlagen waren nötig, um entsprechende Investorenanreize zu schaffen, und müssen beibehalten werden, um das damalige Vertrauen der Investoren zu bestätigen.”
“Spaniens Politik muss eine deutliche Kontinuität aufzeigen, um sich als verlässlicher Partner und attraktiver Investitionsstandort zu positionieren”, so Paul Turney, Geschäftsführer der Solar Opportunities S.L. (SOSL). Er äußerte sich bereits im April 2010 in einem Interview mit dem Wirtschaftsdienst Bloomberg zur aktuellen Situation: “Wir haben auf Grund der Gerüchte eine geplante Investition von 130 Milllionen Euro zurückgehalten. Wir benötigen eine klare Aussage der Regierung, und diese benötigen wir kurzfristig. Bereits die Gerüchte können einen großen Schaden anrichten und geplante Investitionen in andere Länder umleiten”.
Die durch das Energieministerium vorgeschlagenen Änderungen hätten sich nicht nur auf die Solarindustrie ausgewirkt, sondern insbesondere auch auf die spanischen Banken, betont Low Carbon. Der Verband der spanischen Banken (AEB) sei sogar der Meinung gewesen, dass die Kürzung der Tarife für Bestandsanlagen sich negativ auf den Euro auswirken könnte. Spanische und ausländische Banken haben laut Low Carbon rund 15 Milliarden Euro Fremdkapital zur Verfügung gestellt, welches ebenfalls von rückwirkenden Änderungen betroffen gewesen wäre.

Politisches Machtspiel beendet; Standort bleibt für Photovoltaik-Investitionen interessant
Positiv äußerte sich Paul Turney zur gestrigen Verlautbarung des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero: “Wir freuen uns sehr, dass die spanische Regierung diesen Schritt unternommen hat und so den spanischen Solarmarkt nachhaltig stärkt.” Das politische Machtspiel zwischen Industrieminister Miguel Sebastian, dem Staatssekretär für Energie, Pedro Martin, und dem Ministerpräsidenten Zapatero habe somit ein Ende gefunden. Spanien sei und bleibe auf Grund seiner geographischen Lage einer der attraktivsten Standorte in der EU für Photovoltaik-Investitionen. Mit dem Low Carbon Fonds Solar 2 Spanien könnten Investoren an diesem attraktiven Markt partizipieren.

Der Fonds Low Carbon Solar 2 Spanien im Überblick
Der Publikumsfonds Low Carbon Solar 2 Spanien investiert in vier bereits produzierende spanische Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 13,8 MWp und biete bei maximaler Haltedauer von 24 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 14,98 Prozent pro Jahr vor Steuern, heißt es in der Pressemitteilung. Die Solar-Beteiligung von Low Carbon sei mit 25 Millionen Euro Eigenkapital konzipiert. Die Mindestzeichnungssumme betrage 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio.

24.06.2010 | Quelle: Low Carbon Group | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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