Bambus trifft Solartechnik: Studierende der Tongji Universität aus Shanghai präsentierten ihr “Bamboo House” auf dem Solar

NULL

Ein Studierenden-Team der Tongji Universität in Shanghai präsentierte auf dem Solar Decathlon Europe in Madrid ein innovatives Bambus-Haus, das chinesische Tradition mit hochmoderner Solartechnologie vereint und 80 Prozent weniger Energie benötigt als ein Durchschnittshaus. Mit dem “Bamboo House” nahm zum ersten Mal in chinesisches Team an dem international renommierten und alle zwei Jahre ausgetragenen Wettbewerb teil. Das Projekt wird unterstützt von der chinesischen ENN Group, einem großen privaten Energieversorger. Das Tongji “Bamboo House” greift drei Elemente der traditionellen chinesischen Bauweise auf – den Wohnhof zum Wasser hin, das geschwungene Dach (Fanyu) und das Baumaterial Bambus.
Das Solar Decathlon-Team hat diese drei Elemente optimiert für den Einsatz der Solartechnik, eine umfassende Wärmedämmung und ein ausgeklügeltes Lichtkonzept. Das gesamte Konzept folgt dem Ziel, traditionelle Bauweise und Lebenskultur mit moderner Architektur und Energieversorgung zu verbinden. Das chinesische Wohnprinzip “Harmonie zwischen Mensch und Natur” ist die Grundlage für die Gestaltung von Haus und Hof.

Solarthermie und Photovoltaik integriert
Insbesondere Bambusdach und -fassade bieten einen perfekten Untergrund für Solarthermie- und Photovoltaik-Anlage: Die Oberfläche erlaubt dem Wind, kühlend unter die Paneele zu streichen und damit die Effizienz der Anlagen zu steigern. Die Photovoltaik-Anlage hat eine Leistung von acht Kilowatt (kWp) und erzeugt mindestens doppelt so viel Strom wie eine durchschnittliche Familie in diesem Haus verbrauchen würde. Überschüssiger Solarstrom wird in das örtliche Stromnetz gespeist. Die solarthermische Anlage deckt bei sonnigem Wetter den gesamten Warmwasserbedarf – reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, wird automatisch eine Wärmepumpe zugeschaltet. Die Hausbewohner können über einen wandintegrierten Touchscreen sämtliche Energiedaten ablesen und kontrollieren. Wer Veränderungen wünscht, kann seinem Haus per Mobiltelefon oder Desktop Anweisungen geben und andere Parameter einstellen.
Professor Hongwei Tan von der Tongji Universität hat das Studierenden-Team bei der Entwicklung des Bambus-Hauses begleitet. Er freut sich über die Chance, das Haus einem internationalen Publikum vorstellen und Ideen mit Mitstreitern austauschen zu können: “Wir freuen uns auf die Diskussion mit Teilnehmern und Experten über Möglichkeiten, die moderne Architektur auf den Klimaschutz auszurichten. Die intensive und langfristig angelegte Kooperation mit der ENN Group unterstützt uns dabei und darüber hinaus in unseren Forschungsaktivitäten und der Talentförderung.”
Die ENN Group mit ihrer Tochter ENN Solar Energy fördert die Tongji Universität unter anderem durch den “Scientific Research and Education Development Fund”. Damit werden Innovationen zu Energieeffizienz und Energieeinsparung möglich und der Austausch auch mit ausländischen Studierenden gefördert, um moderne Management- und Forschungsmethoden einzuführen. Bereits im Jahr 2006 unterzeichneten das Unternehmen und die Tongji Universität das Abkommen “Clean Energy Strategic Cooperation”, dessen Fokus auf der Entwicklung von neuen Energien liegt. Ein intensiver Austausch zwischen Praxis und Theorie erfolgt im Clean Energy Joint-Research Institute.
ENN Solar Energy – ein Mitglied der ENN Group – ist ein führender Hersteller von großformatigen siliziumbasierten Dünnschichtmodulen, die ohne toxische Rohstoffe auskommen. Das Unternehmen produziert und vertreibt Hochleistungsmodule von bis zu 5,7 m2 Fläche zu niedrigen Kosten.

29.06.2010 | Quelle: ENN Group | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen