SUN-AREA: Solarpotenzial-Dachanalysen für den Gebäudebestand; Mit neuem Ansatz auf Erfolgskurs

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Seit 2007 erstellte das SUN-AREA Team für über 150 Kommunen eine SUN-AREA-Solarpotenzial-Dachanalyse, berichtet das Steinbeis-Transferzentrum für Geoinformations- und Landmanagement in einer Pressemitteilung. Deutschlands größtes Solarkataster (SUN-AREA Rhein-Sieg-Kreis) konnte am ersten Tag bereits ganze 200.000 Zugriffe verzeichnen. Die Geoinformatiker, Ingenieure und Geographen rund um die Forscherin Prof. Dr. Martina Klärle (Fachhochschule Frankfurt/Main) haben damit bereits das Solarpotenzial für über eine Millionen Gebäude berechnet. Die mit dem DVW GIS Best Practice Award und dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnete Methode zur vollautomatischen Berechnung der Eignung jedes Daches für Solaranlagen (Photovoltaik und Solarthermie) macht jetzt mit der Weiterentwicklung SUN-AREA 2.0 erneut auf sich aufmerksam.

Automatisierte Modultypenempfehlung für jedes Dach
Mit SUN-AREA konnten bislang für jedes Dach einer Kommune oder eines ganzen Landkreises vollautomatisch die Ausrichtung, Neigung und Verschattung sowie das Investitionsvolumen und die CO2-Einsparung ermittelt und online zur Verfügung gestellt werden. Mit der neuesten Version, SUN-AREA 2.0, hat das Forscherinnenteam rund um die Frankfurter Professorin Dr. Martina Klärle noch mehr Praxisnähe geschaffen: SUN-AREA 2.0 bietet, neben der Aussage über die Eignung eines Daches für Photovoltaik-Anlagen und Solarthermie, nun auch eine automatisierte Modultypenempfehlung für jedes Dach an (polykristalline, monokristalline und Dünnschichtmodule). Dies wird durch die getrennte Ermittlung der direkten und diffusen Globalstrahlungswerte aus einem hochauflösenden digitalen Geländemodell möglich. Ein Wirtschaftlichkeitsrechner bietet für jedes Gebäude zu den aktuellen Konditionen (Zinsen, Anschaffungskosten etc.) eine Amortisationsrechnung für die geplante Photovoltaik-Anlage an.

Mehrere Alternativen zur Solarpotenzial-Dachanalyse
Durch eine Methodenoptimierung konnten 70 % der Berechnungszeit eingespart werden. Mit SUN-AREA 2.0 kann das Solarpotenzial der Dächer also schneller und kosteneffizienter ermittelt werden. Inzwischen können zudem nicht nur homogene Dachflächen, sondern auch geeignete Dachflächen mit Sonderformen, wie Tonnen- und Wellendächer, vollautomatisch berechnet werden. Je nach Datengrundlage stehen für die Solarpotenzial-Dachanalyse mittels SUN-AREA 2.0 verschiedene Alternativen zur Verfügung: Die Potenziale können entweder aus den originären Laserscanner-Daten berechnet, über photogrammetrische Auswertungen stereoskopischer Luftbilder ermittelt oder aus einem vorhandenen 3D-Stadtmodell abgeleitet werden. “Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ist neben dem Klimaschutz ein Thema, das bei uns großgeschrieben wird”, so Klärle über ihre Forschungsanreize.

30.06.2010 | Quelle: Steinbeis-Transferzentrum Geoinformations- und Landmanagement | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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