Energieverbrauch macht kräftigen Sprung nach oben; erneuerbare Energien legen um 6 Prozent zu; Photovoltaik wächst um 64 Prozent

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Die konjunkturelle Erholung und der strenge Winter haben für eine kräftige Erhöhung des Energieverbrauchs in Deutschland gesorgt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stieg der Verbrauch an Primärenergieträgern nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als fünf Prozent auf 7.129 Petajoule (PJ); das entspricht 243,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Die erneuerbaren Energien trugen mit 626 PJ (21,4 Mio. t SKE) zur Energiebilanz des ersten Halbjahres bei und steigerten ihren Beitrag damit um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) verringerte sich um 7 Prozent, die der Windkraft blieb unverändert. Photovoltaik (+64 Prozent) und Biogas (+12 Prozent) verzeichneten deutliche Zuwächse, wohingegen der Absatz von Biokraftstoffen nur knapp das Niveau des Vorjahreszeitraumes erreichte. Der Anteil aller erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch erreichte 8,8 Prozent (Vorjahr: 8,7). Insgesamt steigt der Energieverbrauch derzeit deutlich stärker als die wirtschaftliche Leistung. Nach Einschätzung der AG Energiebilanzen deutet dies auf eine besonders kräftige konjunkturelle Erholung in den energieintensiven Grundstoffindustrien hin.

 
 

06.08.2010 | Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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