Fraunhofer-Zentrum für Silizium-Photovoltaik aus Halle in Golden (USA) für besten Posterbeitrag ausgezeichnet

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Junge Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Silizium-Photovoltaik CSP sind auf dem internationalen Workshop zum Thema Modulzuverlässigkeit für das beste wissenschaftliche Poster ausgezeichnet worden. Aus mehr als 70 internationalen Beiträgen wurde die Arbeit "Mechanical Issues on Solar Modules and Encapsulated Components" als bestes Poster (Best Poster) ausgewählt. Das Team um Dr. Matthias Ebert überzeugte die Jury durch die hervorragende wissenschaftliche Methodik und den Innovationsgrad der Ergebnisse zur Modulmechanik.

Simulationen zur Zuverlässigkeit von Solarzellen und Modulen
Das Team Modulzuverlässigkeit am Fraunhofer CSP beschäftigte sich mit der Frage, wie sich Solarzellen in einem Modul verhalten, wenn sie starken Temperaturwechseln und mechanischen Lasten wie Wind- und Schneelast ausgesetzt werden. Dafür simulierten die Forscher Temperaturwechsel und arbeiteten mit verschiedenen Lastszenarien. Bei der Temperatursimulation für die Lamination wurde festgestellt, dass sich die Kupferbändchen in der Solarzelle nach der Abkühlung  nachhaltig verändern.
Auch fanden sie bei den Lastversuchen heraus, dass die Parameter der Solarzellen und Verkapselungsmaterialien das Tragverhalten maßgeblich beeinflussten. Mit diesen Ergebnissen ist es nunmehr möglich, das mechanische Design von Solarmodulen in Computersimulationen zu optimieren und dadurch die Lebensdauer der Bauteile nachhaltig zu verbessern. Die Forschungsarbeiten entstanden maßgeblich im Rahmen des Solarvalley Spitzencluster-Projekts "xμ-Module". Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF Projektnummer 03SF0337A) gefördert.
Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. Es gliedert sich in die Bereiche "Zuverlässigkeit und Technologien für Netzparität" und "Labor für Kristallisationstechnologie". Es betreibt angewandte Forschung im Bereich der Solarmodule und Solarwafer und entwickelt neue Technologien von der Waferherstellung bis zur Modulfertigung. Darüber hinaus steht die Entwicklung neuer Materialien entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Arbeitsfokus.

04.03.2011 | Quelle: Fraunhofer CSP | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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