Europäische Energie-Unternehmen fordern verpflichtende Ziele für erneuerbare Energien bis 2030

Ende Februar 2012 schrieb ein Bündnis von acht europäischen Energie-Unternehmen einen offenen Brief an die Europäische Kommission und forderte verpflichtende Ziele  für die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030. Dies war eine Reaktion auf den Energie-Fahrplan 2050 der Europäischen Kommission. Laut den Unternehmen gehören verpflichtende Zielvorgaben zu den notwendigen Maßnahmen…

“Europäische Politiker sind bestrebt, einen emissionsfreien Energiesektor zu schaffen und unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden”, heißt es in dem Brief. “Dieses Bestreben ist auch Teil unserer Strategie. Wir bemühen uns, die Kosten der erneuerbaren Energien durch Innovationen und stärkere Industrialisierung zu senken.”

"Doch die derzeitigen politischen Maßnahmen sind nicht zielführend und sicher. Die niedrigen Preise im EU-Emissionshandel und die vielen bewilligten Emissionen bis 2020 sind weit davon entfernt, Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern. Und sie ermutigen auch niemanden zum Umstieg auf bereits gasbetriebene Kraftwerke mit relativ niedrigem CO2-Ausstoß.“

Ausbau des Stromnetzes notwendig

Die Unternehmen betonten außerdem, wie wichtig es sei, in die europäischen Hochspannungsleitungen und Stromnetze zu investieren. Die derzeitige Netzstruktur sei mittlerweile in die Jahre gekommen und müsse in den kommenden Jahrzehnten umfassend modernisiert werden.

Die internationale Übertragungskapazität sei wichtig, um regionale Ungleichgewichte zu verhindern und um die erneuerbaren Energieressourcen des Kontinents möglichst effizient zu nutzen.

05.03.2012 | Quelle: Euractiv | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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