Solarstrom aus eigenem Anbau: Wein- und Logistikunternehmen deckt ein Viertel des Eigenbedarfs mit Photovoltaik
Die Stromgestehungskosten lägen dabei mit weniger als 10 ct/kWh deutlich unter den aktuellen Tagesstrompreisen von 13 bis 18 ct/kWh.
Weindirektvertriebsgruppe betreibt 10.000 m² große Solarstromanlage
Allerdings können die meist abgedichteten Flachdächer durch die herkömmlichen Modulbefestigungen oder durch unsachgemäße Verlegung leicht undicht werden. Die weltweit führende Weindirektvertriebsgruppe WIV Wein International AG (Rümmelsheim) ließ daher ihre 10.000 m² große Solarstromanlage von einem Experten für Flachdächer und Photovoltaik realisieren: Die Sunova AG (Grasbrunn) prüfte dazu nicht nur Statik und Abdichtung, sondern koordinierte als Generalunternehmer auch den Aufbau und lieferte ein durchdringungsfreies Befestigungssystem. Etwa 25 Prozent des Elektrizitätsbedarfs am Standort Langenlonsheim deckt die WIV inzwischen mit Solarstrom.
Seit Mitte 2012 arbeitet die Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 500 kWp auf dem Gebäude der WIV-Gruppe.
„Nachdem in den vergangenen Jahren unsere Energiekosten stark gestiegen waren, haben wir den gesamten Standort von einem Energieberater auf Verbesserungspotenziale hin analysieren lassen“, berichtet Tobias Mannhold, Umwelt- und Arbeitsschutzbeauftragter der Unternehmensgruppe. Der Experte empfahl unter anderem, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren und den Solarstrom selbst zu nutzen.
Durchdringungsfreie Fixierung mit spezieller Unterkonstruktion
Oberste Priorität hatte dabei für den Bauherrn WIV, dass die Folienabdichtung seiner erst zwei Jahre zuvor aufwändig sanierten Dachflächen keinen Schaden nehmen durfte. Die Unternehmensgruppe entschied sich daher für die dachdurchdringungsfreie Befestigungslösung von Sunova, die auf Heißluftverschweißen einer speziellen Unterkonstruktion mit der Dachhaut beruht.
Neben der Unversehrtheit der Abdichtung galt es vor dem Aufbau der Photovoltaik-Anlage auch die Statik des Daches zu beachten. „Da wir hier keine Kompromisse eingehen wollten, haben wir die geplante Anlage überprüfen lassen“, erklärt Mannhold. Sunova arbeitete dabei als Generalplaner eng mit dem externen Statiker zusammen und brachte Erfahrungswerte aus ähnlichen Projekten sowie die System-Statik ein. Im Ergebnis musste die Halle lediglich an einigen Stellen im Inneren versteift werden, was sich ohne Probleme oder größere Kosten umsetzen ließ.
„Da das Dach ursprünglich bekiest war und auf entsprechend hohe Lasten ausgelegt wurde, gab es hier kaum Nachbesserungsbedarf“, erklärt der Geschäftsführer von Sunova, Werner Innerhofer. So wiege das Befestigungssystem samt Solarmodul nur 10 kg/m², während die maximal zulässige Auflast für die Hallenkonstruktion bei 60 kg/m² liegt.
20 Jahre Garantie auf Dachhautkompatibilität und Solarenergie-Ertrag
„Wir montieren mit ausgewähltem, flachdachkundigem Fachpersonal, das auf die Unversehrtheit der Abdichtung achtet und mit den typischen Eigenheiten dieser Dachform vertraut ist“, führt Innerhofer aus. Im Fall der WIV wurden die Module mit 20° Neigung aufgeständert. Ein Windableitblech an der Rückseite der Konstruktion sorgt dabei für einen gewissen Unterdruck, der zusammen mit den auf die Dachbahnen geschweißten Profilhaltern die Lagesicherung der Solaranlage gewährleistet. Innerhalb von vier Wochen installierten die Fachhandwerker auf einer Fläche von 10.000 m² insgesamt 2.082 polykristalline Solarpaneele mit einer Leistung von je 240 Watt.
„Rund 83 Prozent des damit erzeugten Stroms verbrauchen wir selbst“, berichtet der Umweltbeauftragte Mannhold. „Es ist zwar noch kein ganzes Jahr seit der Inbetriebnahme vergangen, aber wir rechnen damit, dass wir etwa 25 Prozent unseres Bedarfs decken können.“
Die Amortisation der Anlage werde demnach in acht bis neun Jahren erwartet. „Die bisherigen Zahlen lassen uns hoffen, den Return on Investment vielleicht sogar früher zu erreichen.“ Das hauseigene Solar-Kraftwerk hätte dann noch nicht einmal die Hälfte seiner erwarteten Lebenszeit hinter sich: Sunova garantiert grundsätzlich die Standfestigkeit sowie die Dachbahnenkompatibilität seiner Systeme über einen Zeitraum von 20 Jahren. Selbst die prognostizierten Solarstrom-Erträge werden auf Wunsch ebenfalls über 20 Jahre garantiert, sofern der Bauherr einer Überschussbeteiligung zustimmt.
13.07.2013 | Quelle: Sunova AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH