Dünnschicht-Photovoltaik: First Solar meldet Weltrekord-Modulwirkungsgrad von 18,6 % auf der Aperturfläche

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 Das Dünnschicht-Photovoltaik-Unternehmen First Solar, Inc. (Tempe, Arizona, USA) berichtete am 15.06.2015, es habe einen neuen Weltrekord mit Cadmiumtellurid (CdTe)-Modulen aufgestellt und einen Wirkungsgrad von 18,6 Prozent auf der Aperturfläche erreicht.
Dies sei das erste Mal, dass ein Dünnschicht-Modul effizienter sei als das beste multikristalline Solarmodul, betont First Solar.
Der Rekordwirkungsgrad wurde vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums gemessen und bestätigt.

Dünnschicht- schlägt PERC-Technologie
Der Wirkungsgrad von 18,6 % auf der Aperturfläche entspricht einem Wirkungsgrad von 18,2 % für das komplette Modul und liegt damit über dem besten je für ein multikristallines PEWC-Modul gemessenen Wirkungsgrad von 17,7 % (Basis: 19,1 % Effizienz auf der Aperturfläche und weitere Daten zur Modulfläche).
“Die CdTe-Dünnschicht-Technologie von First Solar gilt nun zu Recht als Hochleistungs-Technologie“, sagte der Technologiechef Raffi Garabedian. Früher habe die Dünnnschicht-Photovoltaik eher als kostengünstige, weniger effiziente Technologie gegolten.
Das ist bereits der achte wesentliche Wirkungsgrad-Rekord für CdTe-Module seit 2011. Im Januar 2015 hat First Solar eine Forschungs-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 21,5 % hergestellt, die im Photovoltaik-Labor des Technology and Applications Center (TAC) der Newport Corporation zertifiziert und vom NREL bestätigt wurde.
Garabedian betonte, dass First Solar sehr viel in die Entwicklung seiner Technologie investiert habe, um seine aggressiven Ziele bei Forschungs-Solarzellen und -Modulen sowie bei im Handel erhältlichen Produkten zu erfüllen oder zu übertreffen.

Dünnschicht-Module bei gleicher Nennleistung ergiebiger als multikristalline Silizium-Module
Technologie-Manager Nick Strevel erklärte, dass die hohe Effizienz in Kombination mit anderen Vorteilen in der Praxis dazu führe, dass Module von First Solar eine höhere Energiedichte hätten als multikristalline Silizium-Module. Bei derselben installierten Nennleistung könnten sie auf derselben Fläche bis zu 8 Prozent mehr Solarstrom erzeugen als ihre kristallinen Wettbewerber.
“Die Kunden interessiert, wie viel Solarstrom ein Photovoltaik-Kraftwerk erzeugt, und nicht, welche Nennleistung es hat.“
Neben ihrer hohen Effizienz zählten die Module von First Solar auch zu denen mit der höchsten Qualität und Zuverlässigkeit weltweit, betont Strevel. Sie hätten Prüfungen wie Atlas 25+, das „IEC Long Term Sequential Testing“ und Thresher-Tests bestanden.

16.06.2015 | Quelle: First Solar, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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