Blockchain-Technologie wird im Energiemarkt wichtiger

Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass sich durch die Blockchain-Technologie auch Netzkosten senken lassen. Foto: Pixabay
Nach einer Umfrage der European School of Management and Technology (ESMT) Berlin und des Startups Grid Singularity wird die Blockchain-Technologie im Energiesektor weiter an Bedeutung gewinnen.

Über 500 Teilnehmer bei EventHorizon 2017, einer globalen Konferenz zum Thema Blockchain im Energiebereich, konnten sich an der Befragung beteiligen. Die Blockchain-Technologie nutzt für Transaktionen eine stetig erweiterbare Liste von Datensätzen, die mithilfe kryptographischer Verfahren verbunden sind.
Etwa 80 Prozent der Befragten erwarten, dass Blockchain-basierte Geschäftsmodelle in den nächsten ein bis drei Jahren realisiert werden. Dabei erwarten die Beteiligten, dass die Prozesskosten zwischen 20 und 60 Prozent reduziert werden könnten. Mehr als die Hälfte kann sich durch die Blockchain-Technologie auch gesenkte Netzkosten vorstellen. Der Anteil des Peer-to-Peer-Handels wird mit weniger als 20 Prozent erwartet. Die Befragten sehen zudem den Regulator hauptsächlich in der Rolle als Zertifikator von Smart Contracts.
„Die Umfrage zeigt, dass die Blockchain-Technologie viel Potential birgt und einen signifikanten Beitrag für die Digitalisierung und Dezentralisierung des Energiemarktes leisten kann“, kommentiert Christoph Burger, Senior Associate Dean of Executive Education der ESMT. „Die nächsten Jahre werden zeigen, ob das Potential unter- oder überschätzt wird und inwiefern zusätzliche Regulierung nötig oder vermeidbar ist.“
EventHorizon 2017 wurde vom Blockchain-Startup Grid Singularity Anfang des Jahres in Wien initiiert. Der Gipfel versammelte mehr als 500 Teilnehmer aus 36 Ländern, darunter Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft ebenso wie Vertreter von Startups und etablierten Marktführern. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer, wie die Blockchain-Technologie und andere dezentralisierte Transaktionstechnologien die Organisation des Energiesystems beeinflussen können.
Die vollständige Präsentation der Umfrageergebnisse liegt vor unter:

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