EnBW investiert in Frankreich mehr in Erneuerbare

Windpark von Valeco in Frankreich (Foto: Valeco)
Der deutsche EnBW Konzern, der sich mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand befindet, investiert weiter in das im Juni übernommene französische  Unternehmen Valeco. Ein neues Bürogebäude in Montpellier wurde jetzt eröffnet. Und bis Dezember solle noch elf Solar- und Windkraft-Projekte in Betrieb gehen.  Das gab das Unternehmen gestern Abend anlässlich…

Der deutsche EnBW Konzern, der sich mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand befindet, investiert weiter in das im Juni übernommene französische  Unternehmen Valeco. Ein neues Bürogebäude in Montpellier wurde jetzt eröffnet. Und bis Dezember solle noch elf Solar- und Windkraft-Projekte in Betrieb gehen.  

Das gab das Unternehmen gestern Abend anlässlich der feierlichen Einweihung eines neuen weiteren Bürogebäudes in Montpellier bekannt. Insgesamt steigert Valeco laut eigener Aussage das Betriebsportfolio mit der in 2019 hinzukommenden Leistung um 95 Megawatt. Die nun erforderliche räumliche Vergrößerung am Firmensitz soll so auch die positive Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren zeigen und den Grundstein legen für ein weiteres Wachstum von Valeco im französischen Markt.

Mitarbeiterzahl steigt

Seit der Übernahme im Juni arbeiteten EnBW und Valeco gemeinsam daran, Valeco zu einem der TOP-5-Akteure im französischen Wind- und Solarmarkt weiterzuentwickeln, sagt Ort Dirk Güsewell. Er ist bei der EnBW für die Portfolioentwicklung in der Erzeugung verantwortlich und gleichzeitig Mitglied des Verwaltungsrats von VALECO. Dabei, so Güsewell, sei Valeco die Marke der EnBW für Erneuerbare Energien aus Wind und Sonne in Frankreich.

Die Mitarbeiterzahl von Valeco hat sich nach Unternehmensangaben in den letzten vier Jahren verdreifacht und liegt aktuell bei 150. „Ich bin stolz auf unsere hochkompetente Mannschaft, die weiter wachsen soll. In den nächsten Monaten sind zahlreiche Neueinstellungen geplant, für die wir mit dem neuen Firmengebäude ausreichend Platz geschaffen haben.“, so Philippe Vignal, Geschäftsführer von Valeco und Repräsentant der EnBW in Frankreich.
 
Frankreich bildet Kontrast zu Deutschland

Das Engagement der EnBW in Frankreich ist Teil der selektiven Internationalisierungs-Strategie des Unternehmens. Die guten Aussichten auf einem der wichtigsten Märkte für erneuerbare Energien in Europa stünden derzeit in starkem Kontrast zur schwierigen Situation des Windkraftausbaus in Deutschland., so Güsewell: „Die Branche befindet sich in Sorge, wie es auch letzte Woche auf der Husum Wind, der wichtigsten deutschen Windmesse, deutlich wurde. Mittlerweile dauert es in Deutschland bis zu 59 Monate, bis eine Windkraftanlage errichtet werden kann.“ Da sei es auch nur ein geringer Trost, dass die EnBW bei der jüngsten bundesweiten Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für zwei Onshore-Windparks mit rund 21 Megawatt Leistung erhalten habe.

19.9.2019 | Quelle: EnBW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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