Treibhausgas-Quote im Verkehr: Biokraftstoffe bisher am stärksten vertreten

Kanister mit Rapsblüten vor Rapsfeld - Symbol für Biodiesel, Biokraftstoffe, BioenergieFoto: stock.adobe.com/ foto_tech
Biokraftstoffe haben im Jahr 2020 laut der Statik des Hauptzollamtes rund 13 Millionen Tonnen CO2 eingespart, berichtet der Verband der Deutschen Biokrafstoffindustrie (VDB).

Grundlage für die Ermittlung ist die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote), die 2015 die Quote für Biokraftstoffe ersetzt hat. Die Mineralölwirtschaft muss sie beim in Verkehr bringen von Diesel- und Otto-Kraftstoffen einhalten. Die Quote lag in diesem Jahr bei 6 Prozent oder umgerechnet 14,2 Millionen Tonnen CO2. Ab 2022 sollen es sieben Prozent sein. Schrittweise soll bis 2030 eine Minderungsquote von 25 Prozent erreicht werden. Basis für den Vergleich ist dabei das Jahr 2010.

Bisher machten Biokraftstoffe laut der Statistik des Hauptzollamtes mit 92 Prozent den Löwenanteil an der Erfüllung der Quote aus – und unter ihnen wiederum der Biodiesel. „Biokraftstoffe sind für die Emissionsminderung im Verkehrssektor nicht wegzudenken. Ohne Biodiesel, Bioethanol und Biomethan findet Klimaschutz im Straßenverkehr praktisch nicht statt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Das Hauptzollamts registrierte für 2020 in absoluten Zahlen rund 3,57 Millionen Tonnen Biodiesel und 1,11 Millionen Tonnen Ethanol als Beimischung zu fossilen Kraftstoffen.

Neben biogenen Kraftstoffen können auch Elektromobilität, grüner Wasserstoff sowie Erd- und Flüssiggas auf die Quote angerechnet werden. Ebenso zählen bis 2026 Emissionsminderungen bei der Erdölgewinnung dazu. Elektromobilität macht bisher allerdings mit knapp 14.000 Tonnen CO2-Einsparung erst 0,1 Prozent der Minderung aus.

Biokraftstoff-Branche will Beimischungen erhöhen

Die deutschen Klimaziele für 2030 könnten allerdings nur mit Biokraftstoffen erreicht werden, sagt Verbandssprecher Baumann. Deshalb setzt sich der VDB dafür ein, dass die Beimischung von Biodiesel standardmäßig von jetzt sieben Prozent auf zehn Prozent steigt. Beim Bioethanol sollen es in Zukunft 20 Prozent sein. „Für die Zukunft sehen wir im Straßengüterverkehr und in der kommunalen Fahrzeugflotte auch vorzügliche Einsatzmöglichkeiten für B100“, sagte Baumann.

Der Verband hatte kürzlich eine Studie vorgelegt, um den Klimavorteil von Biokraftstoffen zu untermauern. Demnach bringt zum Beispiel Biodiesel aus Raps einen Vorteil um 60 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel.

03.11.2021 | Quelle: VDB | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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