Packsdrauf: dem Nachbarn auf das Solardach schauen

Luftbild zeigt Bestandsquartier mit Reihenhäusern, die alle ein Solardach haben.Foto: Kara / stock.adobe.com
Photovoltaik in der Nachbarschaft: die Packsdrauf-Initiative will das voranbringen.
Die Packsdrauf-Initiative zur Präsentation nachbarschaftlicher PV-Anlagen stößt in den Kommunen auf Zuspruch. Mittlerweile finden die Treffen in acht Städten und Gemeinden statt.

Die Initiative »Packsdrauf«, die Nachbarn zum Besuch bei PV-Anlagen einlädt, wächst. Wie der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) mitteilte, haben sich der nachbarschaftliche Solarenergie-Initiative weitere Kommunen angeschlossen. Nach den Initiatiren Aachen und Lüneburg sind dies nun Münster, Erlangen, Ludwigsburg, der Kreis Steinfurt, der Gemeindeverwaltungsverband Denzlingen und die Gemeinde Unterhaching.

In Lüneburg habe sich der solare Ausbau im vergangenen Jahr auch dank der Solar-Botschafter verdreifacht. Die Stadt habe damit mehr als 6 MWp an Solarstromertrag hinzugewinnen können.

Das Motto von »Packsdrauf«, „Komm’ einfach mal rüber und schau’ Dir meine Solaranlage an!“, spiegelt das Ziel wider, Interessierte mit praktischem Wissen in der lockeren Atmosphäre der Nachbarschaft über Solarenergie zu informieren. Gastgeber präsentieren dabei ihre eigenen Solaranlagen, während fachkundige Botschafter für alle Fragen bereitstehen.

Jens Leopold, Projektkoordinator der Servicestelle Solarenergie im Kreis Steinfurt, unterstreicht: „Es ist erfreulich zu sehen, wie viel Freude und Kompetenz das Thema Solarenergie durch »Packsdrauf« vermitteln kann.“ Katharina Funk, Klimaschutzmanagerin in Erlangen, betont die Bedeutung des Projektes: „Die Solarpartys sind für uns als Kommune ein wichtiger Baustein, um die Energiewende voranzubringen.”

Die ehrenamtlichen »Packsdrauf«-Botschafter erhalten von den Projekt-Initiatoren kostenfrei und bundesweit eine Fortbildung. Kommunen haben ferner die Möglichkeit, sich während einer 6-monatigen Startphase vom »Packsdrauf«-Team begleiten zu lassen. Ziel sei, somit ein lokales Netzwerk aufzubauen. Aktuell sei das Team mit der Betreuung von acht Kommunen ausgelastet.

Quelle: SFV | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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