DUH: So gelingt der Umstieg aufs Elektroauto

Auto an Ladesäule, die DUH hat einen Verbraucherleitfaden zum Umstieg auf Elektroautos erstellt.Foto: navee / stock.adobe.com
Besonders umweltfreundlich sind Natrium-Ionen-Batterien, die keine kritischen Rohstoffe benötigen.
Die DUH empfiehlt die Anschaffung vollelektrischer und sparsamer Kleinwagen. Reine Elektroautos sind laut Organisation klima- und umweltfreundlicher als Verbrenner mit oder ohne Hybridantrieb.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat einen Verbraucherleitfaden mit Tipps für eine umweltverträgliche Modellwahl und die Nutzung von vollelektrischen Automobilen vorgelegt. „Während die Bundesregierung noch über die Zukunft des Verbrenners diskutiert, haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher längst erkannt: Die Zukunft ist elektrisch. Reine Elektroautos sind deutlich klima- und umweltfreundlicher als jegliche Verbrenner – mit oder ohne Hybridantrieb“, sagt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. „Doch nicht alle Elektroautos sind gleich geschaffen: Wir empfehlen bei der Anschaffung vollelektrische und sparsame Kleinwagen. Keinesfalls sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sich jedoch von irreführenden Herstellerangaben zu Plug-in-Hybriden täuschen lassen. Diese haben in der Praxis höhere Kraftstoffverbräuche als offiziell angegeben und sind oft noch umweltschädlicher als herkömmliche Verbrenner.“

Beim Elektroauto am typischen täglichen Bedarf orientieren

In Bezug auf die Reichweite von Elektroautos empfiehlt die DUH sich am typischen täglichen Bedarf zu orientieren. Die durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Pkw liegt in Deutschland bei rund 34 Kilometern am Tag. Elektroautos erreichen im Durchschnitt eine Reichweite von knapp 400 Kilometern, manche Modelle sogar mehr als 800 Kilometer. Das Aufladen unterwegs stellt längst kein Problem mehr dar. Bundesweit gibt es mehr als 175.000 öffentliche Ladestellen, darunter etwa 42.000 Schnellladepunkte – Tendenz steigend.

Neuer Batterietyp für das Elektroauto

„Elektroautos und Batterien sind mittlerweile sehr langlebig und gut reparierbar. Elektroautos benötigen insgesamt weniger Wartung und Reparaturen als Verbrenner, da sie weniger Verschleißteile haben. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten beim Kauf darauf achten, dass der Tausch von einzelnen Batteriemodulen möglich und nicht zu teuer ist“, sagt Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der DUH. „Besonders umweltfreundlich sind Natrium-Ionen-Batterien, die keine kritischen Rohstoffe benötigen. In vielen asiatischen Ländern ist dieser alternative Batterietyp bereits auf dem Markt, eine Markteinführung in Europa steht kurz bevor.“

Elektroautos verursachen über den gesamten Lebenszyklus nur etwa ein Viertel der Treibhausgasemissionen eines Verbrenners. Plug-in-Hybride werden in der Praxis häufiger im Verbrennermodus bewegt und selbst im Elektromodus schaltet sich der Verbrennungsmotor oft wegen unterdimensionierter Elektromotoren sowie des hohen Fahrzeuggewichts mit dazu. Sie stellen daher keinesfalls eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Verbrenner-Modellen dar.

Der DUH-Verbraucherleitfaden zum Umstieg auf Elektroautos ist unter diesem Link zu finden.

Quelle: DUH | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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