Schutz von Photovoltaik-Dachanlagen vor Wetterextremen immer wichtiger

Klaus Hofmeister, Produktmarketing Manager bei Trinasolar berichtet zum Schutz von Photovoltaik-Dachanlagen vor Wetterextremen.Foto: Trinasolar
Klaus Hofmeister, Produktmarketing Manager bei Trinasolar: „Der Schutz von Photovoltaik-Dachanlagen wichtiger denn je.“
Extreme Wetterereignisse wie Hagelstürme, Orkane, Waldbrände und starke Winde treten immer häufiger und heftiger auf. Daher brauchen Photovoltaik-Dachanlagen nach Einschätzung des Herstellers Trinasolar neue Schutzkonzepte.

Der Klimawandel trägt zu einer Häufung und Intensivierung von Wetterextremen bei. Jüngste Studien zeigen, dass Hagelkörner größer werden, Orkane und Wirbelstürme stärker, Hitzewellen länger andauern und sich Wald- und Flächenbrände schneller ausbreiten. „Daher ist der Schutz von Photovoltaik-Dachanlagen wichtiger denn je. Sichere und resiliente PV-Systeme sind unerlässlich, um Investitionen zu schützen, die Energieproduktion aufrechtzuerhalten und kostspielige Ausfallzeiten zu vermeiden“, sagt Klaus Hofmeister, Product Marketing Manager bei Trinasolar.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) war im Sommer 2025 ein Viertel aller EU-Regionen von extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Flutereignissen betroffen. Insgesamt litten 96 Regionen unter Hitzewellen, 195 unter Dürre und 53 unter Überschwemmungen – mit jeweils unterschiedlichen Auswirkungen auf die Wirtschaftsaktivität. Dies könnte jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Studie berücksichtigte weder die kombinierten Effekte gleichzeitiger Extremereignisse noch Gefahren wie Waldbrände oder Hagel- und Sturmschäden.

Warum Photovoltaik-Dachanlagen durch Wetterextreme besonders gefährdet sind

„Photovoltaik-Dachanlagen, die meist exponiert und erhöht installiert sind, stehen unter diesen Bedingungen vor besonderen Risiken. Ein einziger schwerer Sturm kann erhebliche Schäden verursachen, zu Ausfallzeiten, unerwarteten Reparaturkosten und einer verringerten Rendite führen“, sagt Hofmeister.

Photovoltaik-Dachanlagen sind besonders anfällig für windbedingte Aufwärtskräfte, den Einschlag von Fremdkörpern und dachspezifische Risiken wie das Eindringen von Wasser bei starken Gewittern. Darüber hinaus deckt die Versicherung möglicherweise nicht alle indirekten Kosten ab, wie beispielsweise den Verlust von Energieerträgen.

Bei gewerblichen und industriellen Dachanlagen sind die Betriebe häufig auf Dach-PV-Anlagen angewiesen, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihre Betriebskosten zu senken. Schäden durch Extremwetterereignisse können die Geschäftskontinuität stören, die Energiekosten erhöhen und die Nachhaltigkeitsverpflichtungen des Unternehmens beeinträchtigen.

Für Privathaushalte und gewerbliche Nutzer ist eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach nicht nur eine wirtschaftliche Investition, sondern auch ein wichtiges Element der Energieunabhängigkeit. Extreme Wetterereignisse können zu kostspieligen Reparaturen und einer vorübergehenden Abhängigkeit vom Stromnetz führen, wodurch Einsparungen und die Energiesicherheit beeinträchtigt werden.

Finanzielle Risiken ungeschützter Systeme

Ungeschützte PV-Dachanlagen sind bei extremen Wetterereignissen einem hohen Risiko finanzieller Verluste ausgesetzt. Neben den direkten Kosten für Reparatur oder Austausch von Modulen gibt es weitere versteckte Kosten: Entgangene Einsparungen durch reduzierte Energieproduktion während Ausfallzeiten, höhere Versicherungsprämien nach Schadensmeldungen, mögliche Steigerungen der Betriebskosten durch Produktionsunterbrechungen oder sogar Reputationsschäden für Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen.

„Eine Investition in Schutzmaßnahmen ist weitaus günstiger als die Kosten, die durch die Beseitigung der Folgen schwerer Unwetterschäden entstehen“, so Hofmeister. Investor:innen sollten auf schlagfeste Photovoltaik-Module mit robusterem Glas und solidem Rahmen achten, die Hagelkörnern und umherfliegenden Trümmern standzuhalten. Windresistente Photovoltaik-Montagesysteme können die Auftriebskräfte bei Wirbelstürmen oder starken Winden reduzieren. Die Verwendung nicht brennbarer Materialien und Einhaltung geeigneter Abstände trägt zur Verringerung von Brandrisiken bei. Schutzbeschichtungen oder Schutzfolien bieten eine zusätzliche Beständigkeit gegen UV-Strahlung und UV-induzierte Degradation.

Zertifizierungen und Standards

„Behörden und Branchenverbände haben strengere Standards eingeführt, wie beispielsweise IEC 61730 und IEC 61215, die Hagelschlag, Windbeständigkeit und Brandschutzanforderungen belegen“, sagt Hofmeister. „Um eine langfristige Zuverlässigkeit sicherzustellen, können Käufer somit auf zertifizierte Systeme zurückgreifen. Die Zertifizierungen bestätigen, dass die Systeme für die anspruchsvollsten Bedingungen in Europa geeignet sind.“

Für Installateure und Entwickler wird Hagelresistenz laut Hofmeister zunehmend zur Priorität. Photovoltaik-Module wie das Vertex S+ Shield von Trinasolar sind speziell für Resilienz gegen Hagel bis zu 40 mm Durchmesser gemäß VKF-Testbedingungen nach der Schweizer HW4-Hagelzertifizierung entwickelt und bieten Brandschutz mit der Klassifizierung A+A nach IEC 61730. „Der HW4-Hageltest ist zwar noch nicht verpflichtend, wird aber voraussichtlich in den kommenden Jahren zu einer gesetzlichen oder versicherungsrelevanten Anforderung“, sagt Hofmeister.

Quelle: Trinasolar | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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