Enercity erweitert Wärmenetz in Hamburg um 2.000 Wohnungen

Gebäude einer Energiezentrale unter blauem Himmel und historischem Wasserspeicher im Hintergrund.Foto: Enercity Contracting / bodo dretzke photography
Die Energiezentrale von Enercity auf der Hamburger Elbinsel.
Das vor allem auf industrieller Abwärme des Kupferbetriebs Aurubis basierende Wärmenetz von Enercity wird um den Hamburger Stadtteil Veddel erweitert. 2.000 Wohnungen kommen hinzu.

Versorger Enercity baut sein CO2-freundliches Fernwärmenetz in Hamburg weiter aus. Wie das Unternehmen mitteilte, wolle es ab Herbst 2026 den Hamburger Stadtteil Veddel auf der Elbinsel an das Wärmenetz anschließen. Damit kämen 2.000 Wohnungen hinzu. Das Wärmenetz des Hannoverschen Unternehmens versorge bereits die östliche HafenCity, Rothenburgsort und Teile der Peute-Insel. Insgesamt profitieren künftig über 9.000 Wohnungen von nachhaltiger Wärme.

Das Gros der Energie stammt von der Abwärme des Industrieunternehmens Aurubis, das auf der Peute eine der größten Kupferhütten Europas betreibt. Außerdem integriert Enercity Wärme aus Biomasse-Heizkesseln.

„Wir freuen uns, dass die Veddel künftig klimafreundlich beheizt wird – ein guter Baustein für Hamburgs Wärmewende. Durch die Nutzung industrieller Abwärme von Aurubis und erneuerbarer Energiequellen leisten wir in Zusammenarbeit mit den beteiligten Wohnungsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduktion“, sagt Sascha Brandt, Vertriebsleiter der bauausführenden enercity contracting Nord in Hamburg.

Die Wohnbebauung auf der Hamburger Veddel besteht überwiegend aus mehrgeschossigen Gebäuden aus den 1920er-Jahren. Ihr jährlicher Wärmebedarf liegt bei rund 22 Gigawattstunden. Durch den Umstieg von fossilen Erdgas-Zentralheizungen auf klimafreundliche Fernwärme ließen sich jährlich rund 5.900 Tonnen CO₂ einsparen.

Die Bauarbeiten für die Netzerweiterung beginnen nach aktueller Planung im Herbst 2026. Erste Wärmelieferungen sind Ende 2027 vorgesehen, die Fertigstellung der rund 1,7 Kilometer langen Hauptversorgungsleitungen erfolge bis Ende 2028. Die ersten Verträge zur Wärmeversorgung seien bereits geschlossen.

Für den Ausbau des Wärmenetzes investiere Enercity ferner rund zehn Millionen Euro. Bereits heute sei die Wärme zu 85 Prozent erneuerbar – vor allem durch industrielle Abwärme von Aurubis und eigene grüne Erzeugung. Im Einklang mit dem Hamburger Klimaentscheid strebe Enercity Contracting 100 Prozent Klimaneutralität bis 2040 an.

Quelle: Enercity | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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