Windparkbetreiber Ørsted baut seine Struktur um
Foto: ØrstedDie Transaktion mit CIP will Ørsted vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abschließen. Ziel ist es offenbar, Geld für größere Investitionen in Offshore-Windprojekte einzusammeln. Insgesamt hat Ørsted mit der Veräußerung seines europäischen Onshore-Geschäfts laut eigener Aussage 2025 und 2026 Transaktionen mit einem Gesamterlös von ca. 6,17 Milliarden Euro unterzeichnet. Eingeflossen sei hier auch die Veräußerung von 50 Prozent des Offshore-Windparks Hornsea 3 und die Vereinbarung zur Veräußerung von 55 Prozent des Offshore-Windparks Changhua 2.
Ørsted stärkt finanzielle Basis
Damit habe Ørsted sein Veräußerungsprogramm wie geplant abgeschlossen und seine finanzielle Basis erheblich gestärkt, erklärt das Unternehmen. Außerdem solle dies dazu beitragen, die strategische Priorisierung von Ørsted auf Offshore-Wind in seinen europäischen Kernmärkten voranzutreiben. Hier rechnet das Unternehmen in den kommenden Jahren mit einer erheblichen Ausschreibungskapazität.
Stefan Bachmaier, Geschäftsführer Onshore Deutschland bei Ørsted, sagt: „Unsere starke Präsenz in Deutschland – getragen von unseren Projekten, Partnerinnen, Partnern und Mitarbeitenden – hat es uns ermöglicht, bis heute rund 800 MW Wind- und Solarenergiekapazität zu entwickeln. Viele weitere Projekte sind im Bau und in Planung.“
Konzentration auf Offshore-Wind
Kieran White, Senior Vice President Europa Onshore bei Ørsted, erklärt im Kontext von CIP als neuem Eigentümer des Onshore-Wind-Geschäftsbereichs: “In den kommenden Monaten werden wir einen neuen Firmennamen und eine neue Marke bekannt geben”. Trond Westlie, Chief Financial Officer von Ørsted, erklärt, er sei sehr zufrieden, mit CIP einen neuen Eigentümer für dieses Geschäft gefunden zu haben. So könne sich Ørsted “auf Offshore-Wind in unseren europäischen Kernmärkten” konzentrieren. “Mit der Veräußerung unserer europäischen Onshore-Plattform schließen wir das Veräußerungsprogramm ab, das wir aufgelegt haben, und haben nun die Finanzlage von Ørsted erheblich gestärkt.“
Mads Skovgaard-Andersen, CIO und Partner bei Copenhagen Infrastructure Partners, sagt. „Mit dieser bedeutenden Akquisition, die mehrere Märkte und Technologien umfasst, stärken wir unsere Präsenz in Europa weiter. Das kombinierte Portfolio aus Onshore-Wind, Solarenergie und BESS ergänzt unser bestehendes Projektportfolio und verschafft uns die Größe, um den Einsatz erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die Energieunabhängigkeit Europas zu stärken, während wir unseren Investoren gleichzeitig starke, risikobereinigte Renditen bieten.“
Das europäische Onshore-Geschäft von Ørsted ist in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien vertreten und umfasst Onshore-Wind-, Solarenergie- und Batteriespeicherprojekte. Es verfügt über eine Betriebsleistung von 578 MW. Zudem seien weitere 248 MW im Bau. Unabhängig von seinem europäischen Onshore-Geschäft will betreibt Ørsted weiterhin sein Onshore-Geschäft in den USA betreiben. Das hat es seit Oktober 2025 in ein eigenständiges Unternehmen überführt.
Quelle: Ørsted | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH