Enpal-Photovoltaik-Monitor 2026: Solarausbau in Bergisch Gladbach am größten

Ein Balkendiagramm zeigt die 10 Städte über 100.000 Einwohnern mit dem größten Solarzubau 2025, die Daten stammen aus dem Enpal-Photovoltaik-Monitor 2026.Grafik: Solarsever, Datenquelle: Enpal
Mit fast 12 neuen Solaranlagen pro 1.000 Einwohner:innen war der Solarausbau im vergangenen Jahr in Bergisch Gladbach am größten. Erstmals seit 2018 gab es 2025 aber einen Rückgang an Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr.

Das Unternehmen Enpal hat Daten zu Photovoltaik-Anlagen in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ausgewertet. Gütersloh hat den Titel als Solarhauptstadt verteidigt. In der Stadt in Nordrhein-Westfalen entfallen auf jeweils 1.000 Einwohner entfallen 72,45 Solaranlagen. Bereits 2024 lag Gütersloh unter den Großstädten auf Platz eins. Für den Photovoltaik-Monitor 2026 hat Enpal insgesamt mehr als fünf Millionen Einheiten aus dem Marktstammdatenregister analysiert. Untersucht wurden dabei Neuinstallationen und der Grundbestand von PV-Anlagen in deutschen Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern – die 20 größten Städte sind hierbei nicht berücksichtigt.

Größter Zuwachs an Solaranlagen in Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach kann in diesem Jahr die höchste Anzahl an Neuinstallationen pro Einwohner vorweisen, damit löst die Stadt den letztjährigen Gewinner Moers ab. Insgesamt wurden in Bergisch Gladbach 2025 11,76 neue Anlagen pro 1.000 Einwohner in Betrieb genommen. Auch in Gütersloh wurden verhältnismäßig viele PV-Anlagen installiert. Hier lag die Zahl der Neuinstallationen bei 11,19 pro 1.000 Einwohner. Moers liegt mit 10,42 Anlagen auf Platz drei. Ganz anders in Offenbach und Rostock: Hier kamen auf 1.000 Einwohner nur 2,82 bezeihungsweise 3,49 neue PV-Anlagen. Ähnlich sieht es in Potsdam und Wiesbaden aus, wo die Anzahl der Neuinstallationen bei 4,08 liegt.

Gütersloh verfügt pro Einwohner über die höchste Anzahl an PV-Anlagen

Wirft man einen Blick auf den relativen Gesamtbestand, zeigt sich ein etwas anderes Bild: Hier liegt Gütersloh mit 72,45 Solaranlagen auf Platz eins der Untersuchung. Auch in Paderborn sind Solaranlagen weit verbreitet: Die Stadt kommt auf insgesamt 65,68 Anlagen pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Ingolstadt mit 59,05 Solaranlagen. Bereits im vergangenen Jahr lagen die drei Städte an der Spitze. Reutlingen und Oldenburg schaffen es auf die Plätze vier und fünf mit 55,49 bzw. 55,06 Anlagen.

Beim Gesamtbestand in absoluten Zahlen führt Münster. Ende 2025 zählte die Stadt in Nordrhein-Westfalen insgesamt 13.603 Solaranlagen. Braunschweig kommt auf 10.377 Anlagen und landet damit auf Rang zwei. Knapp dahinter liegt Karlsruhe mit 10.324 PV-Anlagen. Offenbach, Bremerhaven und Jena landen mit 1.764, 2.914 und 3.286 Solaranlagen auf den hinteren Plätzen.

Enpal-Photovoltaik-Monitor 2026 verzeichnet bundesweit Rückgänge beim PV-Zubau

Im Jahr 2024 lag die Zahl der Neuinstallationen von Photovoltaik-Anlagen in den Bundesländern noch bei mehr als einer Million (1.043.947). Mittlerweile ist die Zahl auf 876.888 gesunken, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Den stärksten Rückgang verzeichnet Sachsen: Dort sanken die Neuinstallationen um 19 Prozent auf 33.653. Auch in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern waren die Rückgänge mit knapp 19 Prozent deutlich spürbar. Hamburg ist das einzige Bundesland in der Untersuchung, das einen Zuwachs aufweist: Hier stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 7,36 Prozent.

Mit Blick auf den Gesamtbestand von PV-Anlagen liegt Bayern trotz deutlichen Rückgangs mit 1.313.857 Solaranlagen an der Spitze der Untersuchung. Nordrhein-Westfalen sichert sich mit 1.045.422 Anlagen den zweiten Platz. In Baden-Württemberg liegt die Anzahl bei 920.930 Anlagen.

Die umfassende Analyse mit weiteren Informationen, Daten sowie Grafiken auch für die 20 größten Städte Deutschlands sind unter Solar-Check für Deutschland 2026 auf der Enpal-Internetseite unter dem nebenstehenden Link zu finden.

Quelle: Enpal | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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