Stahlhersteller Tata Steel nutzt Hochtemperatur-Wärmespeicher aus Deutschland

Ein Container an einer Industrieanlage, dieser Hochtemperatur-Wärmespeicher von Kraftblock steht in der Sinteranlage des Stahlhersteller Tata Steel in Indien.Foto: Kraftblock
Das Kraftblock-System speichert bei Tata Steel bis zu 20 MWh Abwärme bei Temperaturen von bis zu 500 °C.
Der Hochtemperatur-Wärmespeicher von Kraftblock aus Saarbrücken speichert die Abwärme aus dem Kühlbereich einer Sinteranlage von Tata Steel in Indien. Die Wärme wird anschließend wieder im Sinterwerk genutzt. Das spart 22.000 Tonnen CO₂ im Jahr ein.

Das Saarbrücker Unternehmen Kraftblock, Hersteller industrieller thermischer Speicher, hat einen Hochtemperatur-Wärmespeicher an den Stahlhersteller Tata Steel geliefert. Das thermische Speichersystem mit einer Kapazität von 20 MWh im Tata-Werk im indischen Bundesstaat Jharkhand zum Einsatz. Das System speichert Abwärme, um diese späte wieder im Produktionsprozess einsetzen zu können. Das verbessert die Energieeffizienz und ermöglicht eine jährliche Einsparung von rund 22.000 Tonnen CO₂. Die beiden Speichereinheiten werden mehrmals pro Tag eingesetzt. Der Betrieb prognostiziert Einsparungen von rund 110 GWh Erdgas pro Jahr.

Das System speichert bis zu 20 MWh Abwärme bei Temperaturen von bis zu 500 °C. Die Abwärme wird aus dem Kühlbereich der Sinteranlage entnommen und dann in zwei Kraftblock-Einheiten eingespeist mit einer maximalen Ladeleistung von 1,5 MW. Bei Bedarf gibt der Speicher die Wärme wieder abgeben und speist sie im Sinterwerk ein. Die maximale Entladeleistung beträgt 1,8 MW.

„Das thermische Speichersystem von Kraftblock bei unserem Sinterwerk in Jamshedpur zeigt wie alternative Energielösungen Abwärme von einem der energieintensivsten Schritte in der Produktion sammeln und wiederbenutzen kann. Abwärme zu nutzen ermöglicht es uns, signifikante Mengen an fossilen Energieträgern und deren Emissionen zu reduzieren, während der Prozess effizienter ist”, sagt Subodh Pandey, als Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Tata Steel zuständig.

Hochtemperatur-Wärmespeicher bis 1.300 °C nutzbar

Die thermischen Speicher von Kraftblock ermöglichen eine stabile Versorgung mit Hochtemperatur-Prozesswärme aus erneuerbaren Strom und gleichen deren Volatilität aus. Alternativ können sie Abwärme in energieintensiven Branchen zurückgewinnen und so die Energieeffizienz verbessern. Besonders in der Stahlindustrie sowie in der Verarbeitung von Nichteisenmetallen und Keramik lässt sich Abwärme über 350 °C effizient mit Kraftblock nutzen. Die Hochtemperaturspeicher von Kraftblock können Temperaturen von bis zu 1.300 °C speichern.

„Das Projekt bei Tata Steel zeigt, welches Potenzial Wärmerückgewinnung und -speicherung in der Stahlindustrie bietet. Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in der Stahlherstellung, vom Koksofen bis hin zu Fackelgasen“, sagt Martin Schichtel, CEO und Mitgründer von Kraftblock. Das Unternehmen plant derzeit weltweit weitere Industrieprojekte mit der Kraftblock-Technologie.

Quelle: Kraftblock | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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