Offshore Windpark Borkum I für Regelenergie präqualifiziert
Foto: Trianel / Sergey Polyakov Der Trianel Windpark Borkum I hat sich mit rund 70 Megawatt (MW) Leistung für den Regelenergiemarkt präqualifiziert und liefert seit Juli 2026 negative Sekundärregelleistung. Wie die Stadtwerke-Kooperation mitteilte, trage der Offshore-Windpark in der Nordsee aktiv zur Stabilität des Stromnetzes bei und übernehme eine zusätzliche Rolle im Energiesystem.
Regelenergie sorge dafür, dass Stromerzeugung und Stromverbrauch jederzeit im Gleichgewicht bleiben. Schwankungen im Stromnetz müssten innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen werden, um die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz zu halten. Anbieter von Regelenergie erhalten eine Vergütung dafür, ihre Anlagen zur Stabilisierung des Stromnetzes flexibel zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der negativen Sekundärregelleistung erfolge eine Reduzierung der Einspeiseleistung von Erzeugungsanlagen auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers innerhalb von fünf Minuten.
„Mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt leisten wir einen Beitrag zur Transformation des Energiesystems und stellen Flexibilität bereit. Wir lösen also ein Problem, das durch die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien entsteht, durch den Einsatz erneuerbarer Energien“, sagt Florian Würtz, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG.
Möglich werde die Bereitstellung der Regelenergie durch eine speziell entwickelte Fernwirkinfrastruktur. Sie übermittele Abrufe der Übertragungsnetzbetreiber in Echtzeit an den Windpark und setze die erforderlichen Leistungsanpassungen automatisiert um. Die redundant ausgelegte und hochverfügbare Systemarchitektur gewährleiste dabei die hohen technischen Anforderungen des Regelenergiemarkts. Sie schaffe so die Grundlage für eine sichere und skalierbare Integration erneuerbarer Energien in systemrelevante Dienstleistungen.
„Die Präqualifizierung des Windparks zeigt, dass erneuerbare Energien weit mehr leisten können als die reine Stromproduktion“, ergänzt Lars Becker, Abteilungsleiter Virtuelles Kraftwerk der Trianel GmbH. „Damit erhöht sich die wirtschaftliche Attraktivität des Offshore-Windparks. Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien optimal in den Energiemarkt zu integrieren. Neben dem Abschluss von Power Purchase Agreements (PPA) eröffnet die Teilnahme am Regelenergiemarkt zusätzliche Erlöspotenziale. Die erfolgreiche Präqualifizierung unterstreicht die strategische Ausrichtung unseres Virtuellen Kraftwerks auf eine zukunftssichere Multi-Market-Optimierung über alle relevanten Anlagentechnologien hinweg.“
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