Engie sichert sich 400 MW virtuelles Flexibility Purchase Agreement

Senkrechte Luftaufnahme über einer Vielzahl an Batteriespeichern in Querreihen angeordnet auf einem trockenen Boden mit Schattenwurf.Foto: Return Energy
Engie erhält über ein virtuelles Portfolio Zugriff auf die Flexibilität mehrerer Batteriespeicheranlagen.
Engie erhält über das sogenannte Virtual Flexibility Portfolio von Return Zugriff auf weitere 300 MW Batteriespeicher-Flexibilität in Deutschland. Zusammen mit einer ersten Transaktion über 100 MW steigt die zwischen beiden Unternehmen vertraglich vereinbarte Kapazität damit auf insgesamt 400 MW. Die neue Vereinbarung ist als virtuelles Flexibility Purchase Agreement, kurz vFPA, strukturiert. Batteriespeicher in Deutschland werden […]

Engie erhält über das sogenannte Virtual Flexibility Portfolio von Return Zugriff auf weitere 300 MW Batteriespeicher-Flexibilität in Deutschland. Zusammen mit einer ersten Transaktion über 100 MW steigt die zwischen beiden Unternehmen vertraglich vereinbarte Kapazität damit auf insgesamt 400 MW. Die neue Vereinbarung ist als virtuelles Flexibility Purchase Agreement, kurz vFPA, strukturiert.

Batteriespeicher in Deutschland werden virtuell gebündelt

Vermarktungsmodelle, die Flexibilität mehrerer Speicherstandorte in einem virtuellen Portfolio bündeln, gewinnen in Europa zunehmend an Bedeutung, sind im deutschen Markt bislang aber noch selten. Die meisten Verträge zwischen Speicherbetreibern und Vermarktern beziehen sich bislang auf einzelne Projekte.

Anders als Verträge für einzelne Speicherstandorte umfasst das vFPA mehrere Batteriespeicheranlagen aus dem deutschen Portfolio von Return. Engie kann deren gebündelte Flexibilität über eine einzige Schnittstelle nutzen. Nach Angaben der Unternehmen lässt sich die vertraglich verfügbare Kapazität erweitern, wenn das Speicherportfolio von Return wächst.

Welche konkreten Batteriespeicher in das virtuelle Portfolio einbezogen werden, teilen die Unternehmen nicht mit. Auch zu Standorten, Leistung und Speicherkapazität der einzelnen Anlagen machen sie keine Angaben.

Das Vertragsmodell trennt damit den Zugang zur Flexibilität von einem bestimmten Speicherprojekt. Engie gewinnt so skalierbaren Zugang zu mehreren Anlagen, während Return die Flexibilität seines wachsenden Portfolios gemeinsam vermarktet.

Partnerschaft umfasst auch Speicher in Spanien

Die neue Vereinbarung baut auf dem bisherigen Vertrag über 100 MW in Deutschland auf. Darüber hinaus haben Engie und Return bereits eine Vereinbarung über 55 MW Batteriespeicher-Flexibilität in Spanien geschlossen. Die Unternehmen sehen darin eine Grundlage, das Portfoliomodell auf weitere europäische Märkte auszuweiten.

Return verfügt nach eigenen Angaben über ein aktives Entwicklungsportfolio von mehr als 8 GW und will bis 2030 rund 5 GW Speicherkapazität realisieren. Wie viel davon auf Deutschland entfällt und welcher Anteil bereits gebaut oder in Betrieb ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Vertragsmodell soll Speichererlöse planbarer machen

Den Unternehmen zufolge machen portfoliobasierte Flexibilitätsverträge die Erlöse von Batteriespeichern besser planbar. Ohne einen solchen Vertrag müssten Speicherbetreiber ihre Flexibilität überwiegend selbst am Spotmarkt oder im Regelenergiemarkt vermarkten – mit entsprechend schwankenden Erlösen. Ein Flexibility Purchase Agreement verschiebt dieses Preisrisiko zumindest teilweise auf den Abnehmer, hier Engie, und schafft damit für Return eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage.

Zugleich erhält der Abnehmer über einen zentralen Zugang Flexibilität aus mehreren Anlagen. Angaben zur Vertragslaufzeit, zur Vergütung und zu den Märkten, auf denen Engie die Kapazitäten einsetzen will, nennt die Mitteilung nicht.

Für den Speichermarkt ist vor allem die Abkehr vom standortgebundenen Einzelvertrag relevant: Das virtuelle Portfolio ermöglicht es, zusätzliche Anlagen in eine bestehende Vereinbarung aufzunehmen, ohne für jeden Speicher ein separates Vertragsmodell aufzusetzen.

Quelle: Return Energy | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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