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Bürgerwerke: RWE sägt sich den eigenen Ast ab

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Die Räumung des Hambacher Forsts hat in den vergangenen Tagen auch dazu geführt, dass RWE-Stromkunden diesen Anbieter aus dem Weg räumen und zu anderen wechseln. Foto: Frank Gronendahl, Pixelio

Die Ereignisse rund um den Hambacher Forst führen laut Ökostromversorger Bürgerwerke zu einer deutlich erhöhten Nachfrage nach echtem Ökostrom.

Die Bürgerwerke, ein Ökostromversorger in der Hand von über 15.000 Bürgerinnen und Bürgern, melden stark gestiegene Wechselzahlen in den letzten sieben Tagen. Zugleich startet die Genossenschaft parallel eine Baumpflanzaktion in NRW.

Laut Bürgerwerke führt die Räumungen und geplanten Rodungen im Hambacher Forst zu einer deutlichen Bewegung im Strommarkt.

5-Mal so hohe Wechselrate
„Aktuell wechseln circa fünf Mal so viele Menschen zu uns wie sonst in dieser Zeit üblich“, so Bürgerwerke-Vorstand Kai Hock. „Viele Menschen rufen uns an oder schreiben uns, dass sie mit der aktuellen Situation im Hambacher Forst unzufrieden sind. Sie möchten mit ihren monatlichen Stromzahlungen den Kohleabbau nicht länger unterstützen und wechseln. Mit der geplanten Waldrodung sägt RWE buchstäblich am eigenen Ast.“

RWE sägt sich selbst den Ast ab
Ungefähr 50 % der neuen Bürgerstrom-Kunden der letzten Woche wechselten dabei von RWE oder von RWE-Tochterfirmen wie eprimo oder innogy zu den Bürgerwerken. Unter den weiteren 50 % finden sich besonders häufig die Namen und Submarken von E.ON, Vattenfall und EnBW.

Baumpflanzaktion
Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben die Bürgerwerke sich dazu entschlossen, für jeden Stromkunden, der sich bis zum 15.10.2018 für einen Wechsel zu Bürgerstrom entscheidet, einen Baum in Nordrhein-Westfalen zu pflanzen. Unter dem Motto „Andere roden, wir forsten auf – #StromanbieteRWEchsel“ sorgen die Bürgerwerke zusammen mit der Stiftung Unternehmen Wald dafür, dass auf einer 2014 vom Orkan Ela zerstörten Fläche in Castrop-Rauxel (NRW) neue Rotbuchen und Eichen gepflanzt werden. „Wir möchten den Menschen eine Alternative bieten: Braunkohle-Förderung und Rodungen eines Konzerns auf der einen Seite, Ökostrom aus Bürgerhand und neue Bäume als Symbol einer selbstbestimmten Bürgerschaft auf der anderen“, erklärt Hock. „Es geht nicht darum, dass wir den Hambacher Forst eins zu eins ersetzen, sondern darum, dass Bürgerinnen und Bürger gemeinsam ein Zeichen für eine erneuerbare, regionale und demokratisch organisierte Energieversorgung setzen.“

26.09.2018 | Quelle: Bürgerwerke | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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