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Energiewende in der Wüste

Foto: privat

Ein neues Buch blickt auf die Anfänge des Wüstenstromprojekts Desertec zurück und beschreibt Perspektiven für die künftige Stromversorgung Europas. Autoren sind der Wissenschaftsjournalist Thomas Isenburg und der Energiemanager Paul van Son.

Desertec war eine nicht unumstrittene Idee, die vor einigen Jahren zu intensiven Diskussionen in der Öffentlichkeit führte. Es ging darum, große Kapazitäten an regenerativen Energien in ariden Wüstengebieten Nordafrikas und des Mittleren Ostens (MENA) zu installieren.

Federführend war die 2009 gegründete Dii GmbH. Das Konzept sah Kosten für die Infrastruktur von 400 Milliarden Euro bis 2050 vor. Kritik entzündete sich an dem Aspekt, diese Kapazitäten vor allem für den Export nach Europa zu nutzen statt für die Entwicklung vor Ort.

Paul van Son ist Gründungsmanager der Dii und hat nun in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsjournalisten Dr. Thomas Isenburg den Beginn der ‚Energiewende in der Wüste‘ in einem Buch beschrieben. Auf gut 250 Seiten, ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, beschreiben die Autoren die Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts.

In dieser Zeit wurden laut van Son und Isenburg Realitäten geschaffen. Wind- und Sonnenenergieanlagen prägen immer stärker die Energieversorgung in der Region. Jedes Land mache dies auf seine eigene Weise und zum Wohle seiner Bevölkerung.

Noch stehe das Thema der Stromexporte nach Europa nicht auf der Agenda. Doch das werden sich "in den kommenden Jahrzehnten zweifellos ändern", so die Autoren. Die MENA-Region werde dann große Mengen emissionsfreien Strom und emissionsfreie Gase oder Flüssigkeiten wie zum Beispiel Wasserstoff aus den Wüsten an Europa liefern können.

Energiewende in der Wüste, die Vision ist bereits Realität‘ ist im Buchhandel zum Preis von 26 Euro erhältlich.

18.1.2019 | Quelle: Thomas Isenburg  | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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