Stromnetzausbau: Bürgerdialog Stromnetz hat sich im ersten Jahr in ganz Deutschland etabliert

Dr. Peter Ahmels, Leiter der Initiative, und Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Statssekretär, bei der Auftaktveranstaltung im Mai
Dr. Peter Ahmels, Leiter der Initiative, und Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Statssekretär, bei der Auftaktveranstaltung im Mai

Der Bürgerdialog Stromnetz (Berlin) blickt auf ein bewegtes erstes Jahr zurück, an dessen Ende mit dem Energieleitungs-Baugesetz, das am 18.12. auch vom Bundesrat bestätigt wurde, neue politische Vorzeichen gesetzt wurden.

Insbesondere der darin festgeschriebene Vorrang für Erdverkabelung auf den großen Gleichstromtrassen werde vermutlich zur Neuplanung einiger großen Vorhaben führen, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative. Dies eröffne für den Bürgerdialog Stromnetz viele neue Themen, Zielgruppen und Diskussionslinien.

 

Zehn Bürgerbüros im ersten Jahr eröffnet

Öffentlicher Startschuss für die Arbeit des Bürgerdialogs Stromnetz war die Auftaktveranstaltung am 18.05.2015, zu der offizielle Vertreter und zahlreiche Bürgerinitiativen erschienen.

Seither erfolgte sukzessive die Eröffnung von zehn Bürgerbüros in den vom Stromnetzausbau besonders betroffenen Regionen. In mehr als 250 Bürgersprechstunden beantworteten Experten Fragen zum Netzausbau, zu den Zuständigkeiten kommunaler Behörden und Übertragungsnetzbetreiber, dem Planungsprozess sowie den Möglichkeiten für Bürger, sich daran zu beteiligen. Mit mehr als 10.000 zurückgelegten Kilometern hat das mobile Bürgerbüro in über 80 Städten Station gemacht.

 

Regionale Netzwerke zum Stromnetzausbau angeregt

An mehr als 26 Veranstaltungen – von Dialogabenden über Multiplikatoren-Workshops bis hin zu großen Bürgerkonferenzen – nahmen insgesamt mehr als 600 Bürger, Kritiker und Befürworter des Netzausbaus teil. Die Themen reichten von grundsätzlichen Fragen nach dem Bedarf für einen Ausbau des Stromnetzes und dessen gesetzlichen Rahmenbedingungen über Fragen der Gesundheit und des Wohnumfeldschutzes bis hin zur Diskussion verschiedener Technikoptionen und möglicher Alternativen.

An mehreren Standorten wurden regionale Netzwerke zum Stromnetzausbau angeregt, die den offenen Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen eröffnet haben und langfristig unterstützen sollen.

 

Informationen im Internet

Auf der Internetplattform www.buergerdialog-stromnetz.de können sich Interessierte über die Arbeit des Bürgerdialog Stromnetz vor Ort, die Energiewende und den Netzausbau informieren. Mit einer Postleitzahlensuche kann Auskunft eingeholt werden, ob und inwieweit die jeweilige Region von Planungen betroffen ist, in welchem Stadium sich die Vorhaben befinden, welche Fragen diskutiert werden und welche Beteiligungsmöglichkeiten es gibt.

 

28.12.2015 | Quelle: Bürgerdialog Stromnetz | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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