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The Smarter E muss Mehrwert bieten!

Foto: Solar Promotion

Markus Elsässer ist Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH und als solcher Chef und Erfinder der Branchenleitmesse „Intersolar”. Die "Intersolar Europe" ist in diesem Jahr (20.-22.6.2018 München) erstmals eingebunden in den Messeverbund „The Smarter E”, zu dem die Speichermesse „ees", die neue Mobilitätsmesse "Power2Drive" und die ebenfalls neue Anwendermesse EM-Power zählen. Im Interview mit dem SolarServer erzählt er, worauf er sich in München freut. 

Solarserver:  Herr Elsässer, Sie sind über zwei Jahrzehnten "Mister Intersolar” gewesen. Vor einem Jahr haben Sie sich und die ganze Solar-Gemeinde dann mit der neuen Dachmarke "The Smarter E” zum Umlernen verdonnert. Mir persönlich fällt das nicht so leicht - wie geht's Ihnen damit?

Markus Elsässer: Das war mit Sicherheit eine tiefgreifende Entscheidung und ein großer Schritt, der uns aber künftig viele Möglichkeiten eröffnet, die Entwicklung der Branche adäquat abzubilden. Und natürlich führen wir diese Veränderungen im Messekonzept nicht durch, ohne vorher den Markt analysiert und viele Gespräche mit Partnern, Verbänden und Firmen geführt zu haben. Dabei haben wir festgestellt: Die Entwicklung der erneuerbaren Energien, der Energiespeicherung und der Vernetzung der bislang unabhängigen Sektoren Strom, Wärme und Verkehr mit den Potentialen durch die Digitalisierung erzeugt eine Dynamik der Veränderung, der Weiterentwicklung und der Visionen. Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten und den Ausstellern und Besuchern eine passende Plattform bieten. Das Resultat erleben Sie jetzt: The Smarter E Europe, ein synergetischer Verbund mit vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power). Das Echo, das wir bisher erfahren haben, ist sehr gut, der Zuspruch groß, die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind, erhalten wir von überall. Aber Sie haben natürlich Recht, es braucht gewiss etwas Zeit, sich an den neuen Namen und das neue Konzept zu gewöhnen – dies ging auch uns so, doch inzwischen geht uns das sehr leicht von den Lippen.

Solarserver:  Was sagen die Ausstellerzahlen - zieht das neue Konzept tatsächlich neue Unternehmen an?

Elsässer: Die Intersolar Europe war bereits vor einigen Monaten ausgebucht. Gründe dafür sind vor allem: Das weltweit dynamische Wachstum des PV- Marktes sowie die Renaissance der europäischen Märkte. Der Zuspruch war für die Intersolar Europe 2018 so groß, dass die Nachfrage nach Messeständen stärker war als die dafür vorgesehenen Flächen in den Hallen. Daher haben wir für das kommende Jahr eine zusätzliche Halle reserviert.
Auch die ees Europe, Europas größte und besucherstärkste Fachmesse für  Batterie- und Energiespeichersysteme, ist erneut gewachsen und hat die Erwartungen komplett erfüllt. Die beiden neuen Messen Power2Drive Europe und EM-Power wurden ebenfalls gut angenommen und bieten eine hervorragende Premiere.
Insgesamt erwarten wir für The smarter E Europe rund 1.200 Aussteller aus 49 Ländern und rund 50.000 Fachbesucher aus 165 Ländern. Das sehen wir als Beleg dafür an, dass das neue Konzept angenommen worden ist. 

Solarserver: PV-Firmen stellen sich heute breiter auf als noch vor einigen Jahren. Ich kann mir vorstellen, dass einige Aussteller mit einem breiten Portfolio tatsächlich jetzt vor der Qual der Wahl standen, ob sie sich eher auf der Power2Drive, auf der ees, auf der klassischen Intersolar oder auf Ihrer neuen Anwendermesse EM-Power präsentieren sollen ...

Elsässer: Die überwiegende Mehrheit der Aussteller hat eine klare Vorstellung, wie sie ihre Produkte präsentieren wollen, was der thematische Schwerpunkt ihres Messeauftrittes ist und wie ihr Unternehmen wahrgenommen werden soll. Vor der Anmeldung an der jeweiligen Fachmesse ist vom Aussteller die Entscheidung getroffen worden, welche Zielgruppen er mit seinem Auftritt vorrangig erreichen möchte. Aussteller können aus sämtlichen Produktgruppen aller The smarter E Europe Messen wählen und werden dann in den Ausstellerlisten der entsprechenden Messen gelistet. Der Vorteil für den Besucher besteht darin, dass,  egal auf welcher Messe-Website ein Produkt oder Thema gesucht wird, immer die Anbieter aller Messen von The smarter E Europe angezeigt werden, die ein dazu passendes Angebot haben.
Jedoch achten wir als Veranstalter darauf, dass der Produktschwerpunkt dem der angemeldeten Messe entspricht. Nicht nur der Aussteller ist Kunde, sondern auch der Fachbesucher, der eine klare Ausstellerstruktur innerhalb der The smarter E Europe wünscht.

Solarserver: Die deutsche und europäische PV-Branche scheint sich, was die installierten Megawatt betrifft, seit dem letzten Jahr auf niedrigem Niveau deutlich zu erholen. Installationszahlen sagen aber noch nicht viel über Umsätze und Gewinne. Als Messeveranstalter spüren sie den Puls der Branche sehr unmittelbar - wie gesund fühlt der sich gerade an?

Elsässer: Wir begrüßen in diesem Jahr nicht nur viele neue Unternehmen sondern auch viele langjährige Aussteller, die ihre Standflächen vergrößert haben. Die Intersolar Europe 2018 war bereits vor einigen Monaten ausverkauft. Für 2019 planen wir mit einer zusätzlichen Halle, um der positiven Branchenstimmung und der gestiegenen Nachfrage nach Standflächen Raum zu geben. Man sollte im Blick haben, dass die Intersolar Europe aufgrund ihrer Aussteller- und Besucherstruktur weltweit die internationalste Veranstaltung ist. Das bedeutet, sie wird geprägt von Investoren, Einkäufern und Händlern nicht nur aus Europa, sondern aus der ganzen Welt. Wir spüren daher den Boom der weltweiten Photovoltaik-Branche in den Messehallen, aber sicherlich wirkt sich auch die positivere Stimmung im deutschen und europäischen Markt aus.

Solarserver:  Pflichttermine und können wahrscheinlich nicht alles anschauen, was Sie interessiert. Welche drei - freiwilligen - Messe-Highlights wollen Sie persönlich auf keinen Fall verpassen?

Elsässer: Es gibt in diesem Jahr sicherlich viele Highlights, weil wir mit unseren Ausstellungsbereichen und im Rahmenprogramm alle Akteure der Branche ansprechen wollen. Die Fülle der Highlights ist das Ergebnis unseres Engagements für die Branche. Denn für uns geht es darum, dass die Fachbesucher viele neue Impressionen, noch mehr Fachwissen, spannende Produktentwicklungen und richtungsweisende Trends mitnehmen können. Denn schlussendlich sollen die Messen vor allem eines für Besucher und Aussteller bieten: Mehrwert.
Ich werde zur Premiere der The smarter E Europe Conference gehen, die schon am 19. Juni im ICM München ihre Pforten öffnet. Die Konferenzeröffnung startet um 9.30 Uhr mit einer hochkarätigen Keynote zur neuen Energiewelt und zu globalen Trends und mündet in eine intensive Diskussion.
Ein Highlight ist für mich auf jeden Fall die Verleihung des Intersolar und ees AWARD zusammen mit dem neuen The smarter E AWARD. Hier werden die Gewinner am 20. Juni 2018 um 17.00 Uhr auf dem The smarter E Forum (Stand B2.570) verkündet. Das zu erleben ist für mich immer wieder ein spannender Moment.
Am 21. Juni freue ich mich auf den Besuch des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Maroš Šefčovič und weiterer internationaler Energieminister und Delegationen, die sich in diesem Jahr angekündigt haben. Die The smarter E Europe ist ein hervorragender Anlass, mich mit prominenten Vertretern aus der Politik und mit vielen Abgesandten aus den unterschiedlichsten Ministerien weltweit auszutauschen.
Zuletzt ist auch die Kombination aus Photovoltaik und Elektromobilität ein spannendes Thema. Mit der Power2Drive Europe wollen wir die Elektrifizierung des Verkehrssektors durch erneuerbare Energien voranbringen. Erneuerbare Energien und Elektromobilität gehören zusammen und werden sich schneller entwickeln, als viele erwarten. Ein gutes Beispiel ist die Veranstaltung „Wie die Solarbranche von der Verkehrswende profitieren kann: Marktsituation, Geschäftschancen und Handlungsfelder“. Sie findet am 22. Juni von 10.30 – 12.00 Uhr auf dem Intersolar Forum (Stand A2.111) statt und wird gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. durchgeführt.

Das Interview führte Guido Bröer. 

The smarter E Europe, die Innovationsplattform für neue Energielösungen, bildet das Dach für Veranstaltungen und Themen rund um die neue Energiewelt. Digitalisierung und Dezentralisierung verändern die Energiewelt nachhaltig und die stetige Zunahme an Strom aus volatilen und erneuerbaren Energiequellen erfordern neue Konzepte und Lösungen für die effiziente Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie. The smarter E Europe vereint vier Messen und Konferenzen, die sich intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen. 

 

 

15.06.2018 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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