SFV: Knappheit von Solarmodulen ist ein gutes Zeichen

In einer Stellungnahme zur Neufassung des 100.000 Dächer-Programms erklärt Wolf von Fabeck, Geschäftsführer des Solarenergie-Födervereins (SFV), durch die erhöhte Nachfrage steigende Preise für Solarzellen und -module seien ein „sehr gutes Zeichen für die Wirtschaft“. Angst vor einer „Überhitzung des Marktes“ als Effekt des überaus erfolgreichen Förderprogramms hält Wolf von Fabeck…

In einer Stellungnahme zur Neufassung des 100.000 Dächer-Programms erklärt Wolf von Fabeck, Geschäftsführer des Solarenergie-Födervereins (SFV), durch die erhöhte Nachfrage steigende Preise für Solarzellen und -module seien ein „sehr gutes Zeichen für die Wirtschaft“. Angst vor einer „Überhitzung des Marktes“ als Effekt des überaus erfolgreichen Förderprogramms hält Wolf von Fabeck für unangebracht und wenig zweckmäßig.

Von Fabeck kritisiert das Wirtschaftsministerium, welches mit „mehr oder weniger gespieltem Entsetzen“ die Knappheit von Modulen und steigende Preise beklage. Es stehe nicht an, die künftigen Betreiber von PV-Anlagen vor steigenden Preisen zu schützen. Das regle ein funktionierender Markt über Angebot und Nachfrage. Vielmehr gehe es um die Energiewende: „Eine gewaltige Aufgabe, die ohne die aktive Mitarbeit der Wirtschaft nicht bewältigt werden kann“. Im Gegensatz zu den idealistisch eingestellten Betreibern von Solaranlagen werde die Wirtschaft von andern Impulsen gelenkt.

Die derzeitige Knappheit von Modulen und der Anstieg der Preise seien für die Branche kein schlechtes Zeichen: „Endlich erfolgen Signale, die von der Wirtschaft verstanden werden. Wenn der Solarmodulmarkt weltweit leergefegt wird (noch ist es aber nicht so weit), ist dies für einen Wirtschaftsfachmann eine aufreizende Angelegenheit. Er erkennt sofort: Hier läßt sich Geld verdienen. Eine oder drei oder zehn neue Solarmodulfabriken reichen nicht aus für die Energiewende… Die Wirtschaft braucht dauerhafte Anreize zum ständig neuen Bau neuer Silizium- und Solarmodulfabriken! Dauerhaft steigende Nachfrage bei gleichzeitig steigenden Preisen sind das wirksamste Stimulans. Erst wenn durch ständigen Neubau weiterer Produktionsstätten ein Gleichgewicht zwischen wachsendem Angebot und wachsender Nachfrage geschaffen ist, werden auf längere Sicht die Verbilligungseffekte der Massenproduktion voll zur Geltung kommen.“

Die Kombination des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG), das eine kostenorientierte Einspeisevergütung von 99 Pfennig pro kWk vorschreibt, mit dem 100-prozentigen Darlehen zu 0 % Zins hält der Verein für den richtigen Weg. Und wenn die Steuergelder für das 100.000 Dächer-Programm nicht reichten, bestünde noch immer die Möglichkeit, die Einspeisevergütung bis zur Wirtschaftlichkeitsgrenze zu erhöhen.

Quelle: Solarenergie-Förderverein (SFV), Aachen, 03.05.2000

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