Sparen mit Sonne und Gas

Solarwärmeanlagen können in Kombination mit modernen Heizkesseln den Öl- oder Gasverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Der kalte Schauer, der Besitzern konventioneller Heizungen beim Gedanken an die Rechnung für den kommenden Winter über den Rücken läuft, kann vermieden werden. Darauf weist die Initiative „Solar-na-klar“ hin. Der Initiator der Kampagne,…

Solarwärmeanlagen können in Kombination mit modernen Heizkesseln den Öl- oder Gasverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Der kalte Schauer, der Besitzern konventioneller Heizungen beim Gedanken an die Rechnung für den kommenden Winter über den Rücken läuft, kann vermieden werden. Darauf weist die Initiative „Solar-na-klar“ hin. Der Initiator der Kampagne, der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) empfiehlt den Verbrauchern, den Einbau eines neuen Heizkessels mit der Anschaffung einer Solarwärmeanlage zu verbinden. Modernste Heiztechnik senkt den Verbrauch um 40%, weitere 10 bis 25% können mit Sonnenkollektoren eingespart werden. Von den gesamten Energiekosten gehen rund 80 % auf das Konto der Heizung. Um die Spareffekte auszureizen, sollten Solaranlage und Heizung optimal aufeinander abgestimmt werden.

In den kommenden Jahren werden in Deutschland einige Millionen Heizkessel erneuert, die defekt oder unwirtschaftlich sind. Alte, überdimensionierte Heizkessel verschlingen bis 30 % mehr Brennstoff als nötig. Davon geht B.A.U.M-Geschäftsführer Dr. Maximilian Gege aus: „Die Kombination aus einem effizienten Heizkessel und einer Solarwärmeanlage ist die beste Lösung für den Klimaschutz und den Geldbeutel. Denn dafür gibt es doppelt soviel Fördermittel vom Bund.“ Dr. Gege rät aus ökologischer Sicht zum Betrieb einer Erdgasfeuerung. Erdgas besitze einen hohen Heizwert und belaste daher die Umwelt deutlich weniger als andere fossile Brennstoffe. Bei der Verbrennung von Erdgas würden 40 bis 50 % weniger Kohlendioxid (CO2) als bei Kohle freigesetzt und 25 % weniger als bei der Verbrennung von Erdöl. Die Erdgas-Reserven seien wie die aller fossilen Brennstoffe begrenzt, doch reichten sie noch 160 Jahre. Sie lägen günstig und könnten mit geringem technischem Aufwand erschlossen werden.

Anreiz für die umweltschonende Form des Heizens mit Sonne und Gas bietet der Staat. Grundsätzlich werden Flachkollektoren vom Bund mit 250 Mark, Vakuumröhrenkollektoren sogar mit 325 Mark pro Quadratmeter Kollektorfläche unterstützt. Wird mit der Installation der Solaranlage der Heizkessel erneuert, erhöht sich die Förderung auf 500 beziehungsweise 650 Mark pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Weitere Informationen: http://www.solar-na-klar.de; Hotline 0180/500 18 71; das kostenlose und herstellerneutrale Infopaket der Kampagne kann einschließlich eines 35minütigen Videos unter beiden Adressen bestellt werden. Quelle: Solar – na klar! 06.10.2000

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