MVV Energie AG will 5 Biomassekraftwerke mit insgesamt 100 MW bauen

Die MVV Energie AG, Mannheim, hat die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn eines Biomasse-Kraftwerkes in Königs Wusterhausen erhalten. Auf dieser Grundlage haben die Bauarbeiten für das Kraftwerk begonnen.   Ab Sommer 2003 soll im Hafen der südöstlich von Berlin gelegenen Stadt mit 18.000 Einwohnern ein hochmodernes Biomasse-Kraftwerk mit 20 Megawatt elektrischer…

Die MVV Energie AG, Mannheim, hat die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn eines Biomasse-Kraftwerkes in Königs Wusterhausen erhalten. Auf dieser Grundlage haben die Bauarbeiten für das Kraftwerk begonnen.   Ab Sommer 2003 soll im Hafen der südöstlich von Berlin gelegenen Stadt mit 18.000 Einwohnern ein hochmodernes Biomasse-Kraftwerk mit 20 Megawatt elektrischer Leistung Strom für rund 55.000 Haushalte aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz erzeugen. Das teilte das Unternehmen am 7. März 2002 in Mannheim mit.

Die MVV Energie AG plant in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit Partnern aus der Recyclingbranche bundesweit die Realisierung von fünf Biomasse-Kraftwerken. Die vier ersten Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 15 Megawatt (MW) bis 20 MW seien in der Projektierung bereits weit fortgeschritten, so die MVV Energie AG. Neben dem brandenburgischen Königs Wusterhausen sind weitere Standorte in Mannheim, Flörsheim-Wicker zwischen Wiesbaden und Frankfurt sowie in Misburg bei Hannover geplant. Insgesamt will die MVV Energie AG ein Investitionsvolumen von bis zu 250 Millionen Euro in Biomassekraftwerke investieren.

Mit den Biomasse-Kraftwerken will die MVV Energie AG ihr Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien verstärken und gleichzeitig ihren Beitrag zur CO2-Minderung in Deutschland leisten. Rund zehn Millionen Tonnen Rest- und Altholz fallen jährlich in der Bundesrepublik an. Diese Hölzer werden zum Teil stofflich verwertet aber überwiegend deponiert oder auch exportiert. Das Deponieren wird ab 2005 im Rahmen der Technischen Anleitung Siedlungsabfall nicht mehr zulässig sein. Durch Kooperation mit Partnern, die seit langem schon erfolgreich am Markt operieren, sichert sich die MVV Energie AG für jedes ihrer Projekte langfristig die Lieferung von Alt- und Resthölzern.
Für die MVV Energie AG liegt die Zukunft der Energieversorgung in dezentralen Einheiten, betont das Unternehmen. Dies gelte gleichermaßen für Biomasse, Windkraft und Sonnenenergie. Die bei der MVV Energie AG unternehmenspolitisch traditionelle und technisch naheliegende dezentrale Energieversorgung, zum Beispiel die Kraft-Wärme-Kopplung, werde in den nächsten Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen. Multi Utility-Unternehmen, die mehrere Energie- und Dienstleistungen anbieten, hätten beste Startaussichten auf diesen Märkten.

12.03.2002   Quelle: MVV Energie AG

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