Monatsmarktwert Solar im April: Deutlicher Rückgang auf 1,317 Cent pro Kilowattstunde

Ein Diagramm zeigt den Monatsmarktwert Solar von April 2025 bis April 2026 im Vergleich zu den Monatsmarktwerten für Windenergie und den Spotmarktpreis für Strom.Grafik: Solarserver, Daten: Übertragungsnetzbetreiber
Der Monatsmarktwert Solar hat im April 2026 nur 1,317 Cent pro Kilowattstunde (kWh) betragen. Das geht aus Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Im März kostete Solarstrom im Mittel noch 5,455 Cent/kWh und war damit deutlich teurer. So billig war Solarstrom in den vergangenen fünf Jahren nicht. Auch im Vergleich zum April des Vorjahres zeigt sich, wie […]

Der Monatsmarktwert Solar hat im April 2026 nur 1,317 Cent pro Kilowattstunde (kWh) betragen. Das geht aus Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Im März kostete Solarstrom im Mittel noch 5,455 Cent/kWh und war damit deutlich teurer. So billig war Solarstrom in den vergangenen fünf Jahren nicht. Auch im Vergleich zum April des Vorjahres zeigt sich, wie günstig Solarstrom zu haben war. Denn im April 2025 lag der Monatsmarktwert für die Photovoltaik bei 3,041 Cent/kWh.

Den Spotmarktpreis für den April geben die Übertragungsnetzbetreiber mit 7,852 Cent/kWh an. Somit war Solarstrom diesen April sehr viel billiger als Strom zum Spotmarktpreis. Auch Windstrom war billiger als der Spotmarktpreis. Der Monatsmarktwert für Windstrom an Land fiel im April auf 5,718 Cent/kWh. Im März hatte der Windstrom an Land noch bei 7,537 Cent/kWh gekostet. Der Monatsmarktwert für Windstrom auf See ist etwas höher und hat sich bei 6,066 Cent/kWh eingependelt. Auch das ist weniger als im Vormonat, als Offshore-Windstrom noch 7,911 Cent/kWh kostete.

Der Marktwert der Solarenergie ist für alle relevant, die an der über das EEG geförderten Direktvermarktung teilnehmen. Der Monatsmarktwert Solar gibt dabei die durchschnittlichen Erlöse des Solarstroms an der Börse wieder, die mit der Direktvermarktung in dem jeweiligen Monat zu erzielen waren. Liegt dieser Marktwert unter der EEG-Vergütung, finanziert der Netzbetreiber die Differenz aus dem EEG-Umlagekonto. Die Werte für die aktuelle EEG-Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen finden Sie im Basiswissen des Solarservers unter diesem Link.

Im April gab es erstmals in diesem Jahr Phasen mit negativen Strompreisen über sechs Stunden. In Zeiten mit negativen Strompreisen von mehr als vier Stunden entfällt der Anspruch auf die Marktprämie für Solaranlagen mit Inbetriebnahme ab April 2016. Bei neuen Photovoltaik-Anlagen entfällt die Förderung in allen Phasen mit negativen Strompreisen. Ausgefallene Zeiten verlängern den Förderzeitraum von 20 Jahren.

Quelle: Übertragungsnetzbetreiber | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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