Solarverband fordert Modernisierung der Heiztechnik

Verantwortungsbewusste Hausbesitzer mit einer veralteten Heizanlage sollten aktiv werden, wenn diese nicht umweltfreundlich und sparsam arbeitet. Das fordert der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) aus Anlass des 12. Solarsymposiums in Bad Staffelstein.  Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik, betont der DFS in einer…

Verantwortungsbewusste Hausbesitzer mit einer veralteten Heizanlage sollten aktiv werden, wenn diese nicht umweltfreundlich und sparsam arbeitet. Das fordert der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) aus Anlass des 12. Solarsymposiums in Bad Staffelstein.  Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik, betont der DFS in einer Pressemitteilung. Und wer an seinen Heizkessel keine Sonnenkollektoren angeschlossen habe, verpasse die Chance, einen Teil seines Energiebedarfs kostenlos und ohne Umweltbelastung zu decken.

Nach vier Jahren stark steigender Nachfrage nach Solarwärmeanlagen stellt der DFS in diesem Jahr eine Stagnation bei der Nachfrage fest. Als Grund wertet der Verband das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Dabei sei gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, in zukunftsfähige und moderne Heiztechnik zu investieren. Denn wer jetzt handle, spare dauerhaft und regelmäßig Energiekosten und erhalte außerdem staatliche Zuschüsse für die Sonnenkollektoren. Nach Ansicht des DFS ist dies die komfortabelste Art, der Verantwortung für den Klimaschutz nachzukommen.

4,5 Millionen Heizkessel sind älter als 15 Jahre und erst vier Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser haben eine Solarwärmeanlage. Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet zum Austausch von Heizkesseln, die vor 1978 eingebaut wurden. Der DFS sieht deshalb in den kommenden Jahren einen sehr großen Nachholbedarf für die Modernisierung der Heizanlagen mit modernen Niedertemperaturkesseln und Solartechnik. „Beim Einbau eines neuen Kessels sollte die gleichzeitige Installation von Sonnenkollektoren heute selbstverständlich sein,“ so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des DFS. „Die Anlagen sind ausgereift und entlasten deutlich die Umwelt, denn im Sommer kann der Heizkessel abgeschaltet werden. Der Mehraufwand für die Solaranlage hält sich in Grenzen und macht 20 Jahre lang Freude.“ Wurde der Heizkessel vor weniger als 15 Jahren eingebaut und arbeitet noch effektiv genug, empfiehlt der DFS den Einbau von Solarkollektoren auch ohne den Austausch des Heizkessels.

Im Kloster Banz trafen sich vergangene Woche 350 Solarexperten aus Wissenschaft und Praxis, um sich über die neuesten Trends auszutauschen. Die bundesweit größte Solarwärmetagung war für die im DFS vertretenen Unternehmen auch eine Gelegenheit, über die Markttendenzen zu sprechen. Die Branche erwartet, dass dieses Jahr erstmals mehr als 1 Million Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert werden. Nachdem die rot-grüne Regierung ihr Förderprogramm aufgestockt habe, könnten alle Anträge kurzfristig genehmigt werden. „Handwerk und Hersteller müssen sich jetzt allerdings anstrengen, um die Ziele zu erreichen“, so Gerhard Stryi-Hipp. Der verhaltene Saisonauftakt müsse jetzt aufgeholt werden. Es sei nach wie vor möglich, die erfolgreiche Marktentwicklung der letzten zehn Jahre auch in diesem Jahr fortzusetzen.

29.04.2002   Quelle: DFS

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