Erste „Solar-Kommune“ in den neuen Bundesländern

Die thüringische Gemeinde Viernau darf sich Solar-Kommune nennen. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die S.A.G. Solarstrom AG überreichten Bürgermeister Manfred Hellmann die Urkunde.  Bereits im Januar wurde auf dem Dach der Sporthalle eine Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von zirka 30 kWp (Kilowatt peak) und einem jährlichen Solarstromertrag von rund…

Die thüringische Gemeinde Viernau darf sich Solar-Kommune nennen. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die S.A.G. Solarstrom AG überreichten Bürgermeister Manfred Hellmann die Urkunde.  Bereits im Januar wurde auf dem Dach der Sporthalle eine Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von zirka 30 kWp (Kilowatt peak) und einem jährlichen Solarstromertrag von rund 25.000 Kilowattstunden (kWh) errichtet. Finanziert, gebaut und betrieben wird das Solarkraftwerk von der S.A.G. Solarstrom AG. Nach 20 Jahren wird das Solarkraftwerk in den Besitz Viernaus übergehen. Die Auszeichnung Solar-Kommune wird von der DUH und der S.A.G. Solarstrom AG an Städte und Gemeinden verliehen, die sich aktiv für die Förderung von Solarstrom in der Kommune einsetzen und selbst Solarstrom beziehen.

Die Auszeichnung zur Solar-Kommune würdigt das Engagement der Gemeinde Viernau für den Einsatz regenerativer Energien. Das neue Solarkraftwerk ist Bestandteil eines umfassenden Energiekonzeptes. „Ziel unserer Aktivitäten ist es, komplett auf regenerative Energien umzustellen“, so Bürgermeister Hellmann. Die Sporthalle als Standort für die 300 Quadratmeter große PV-Anlage wird derzeit nach den neuesten Erkenntnissen der Baubiologie renoviert. „Es ist wohl eine der ersten „Plusenergie-Sporthallen“ Deutschlands. Hier wird mehr Energie erzeugt, als das Gebäude benötigt“, so Bürgermeister Hellmann. „Es soll nicht bei dem einen Solarkraftwerk bleiben. Immer mehr Bürger interessieren sich für private Solarstromanlagen. Wir wirken hier als Vorbild.“

Albert Wotke, Geschäftsführer der DUH Berlin „gratuliert Viernau zur fortschrittlichen Energiepolitik, die auch vor Experimenten nicht halt macht.“ So denke Bürgermeister Hellmann bereits heute darüber nach, wie er eines Tages auch den Verkehr auf regenerative Energien umstellen kann. „Viernau verbindet beispielhaft Vision und konkrete Umsetzung regenerativer Energiepolitik. Das verdient Auszeichnung und Dank“, so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.

06.05.2002   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

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