EUROSOLAR: 100% erneuerbare Energien bis 2050 möglich

Das von der Energie-Enquête-Kommission des Bundestages vorgestellte Szenario einer hundertprozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 entspricht dem von EUROSOLAR seit vielen Jahren verfolgten Ziel, atomare und fossile Energien durch Erneuerbare Energien vollständig zu ersetzen und von Energieimporten unabhängig zu werden.   Dies erklärten Hermann Scheer (MdB), Präsident von EUROSOLAR,…

Das von der Energie-Enquête-Kommission des Bundestages vorgestellte Szenario einer hundertprozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 entspricht dem von EUROSOLAR seit vielen Jahren verfolgten Ziel, atomare und fossile Energien durch Erneuerbare Energien vollständig zu ersetzen und von Energieimporten unabhängig zu werden.   Dies erklärten Hermann Scheer (MdB), Präsident von EUROSOLAR, der Vize-Präsident von EUROSOLAR, Harry Lehmann, und Hans-Josef Fell (MdB) Vorsitzender der EUROSOLAR-Sektion Deutschland in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) sieht ihre Position durch den Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung“ bestätigt: Die Szenarien hätten gezeigt, dass bei der dafür notwendigen forcierten Einführung erneuerbarer Energien und gleichzeitiger Nutzung der Energieeinsparpotenziale der Energiekostenanteil am inzwischen gestiegenen Bruttosozialprodukt sogar stabil bleiben kann. EUROSOLAR begrüßt die Feststellung der Kommission, dass die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien die beste Option für eine nachhaltige Entwicklung darstellt. Die nächste Energie-Enquête-Kommission solle eine vertiefte Untersuchung dieses Energieszenarios vornehmen und die Politik entsprechend begleiten, fordern Scheer, Lehmann und Fell.

Vor dem Hintergrund der sich weltweit erschöpfenden fossilen Energievorräte bedrohe der hohe Importanteil von mittlerweile 75 Prozent an der Gesamt-Primärenergieversorgung in Deutschland die Volkswirtschaft mit gravierenden ökologischen und sozialen Folgen, betont EUROSOLAR. Um dieser doppelten Existenzbedrohung zuvorzukommen, sei die Mobilisierung erneuerbarer Energien die wichtigste aller wirtschafts- und umweltpolitischen Herausforderungen. Die Möglichkeit einer raschen Ablösung der atomar-fossilen Energien durch Erneuerbare Energien werde sich daraus ergeben, dass bei den meisten erneuerbaren Energien im Wesentlichen nur Kosten für technische Anlagen entstehen, aber nicht mehr für Primärenergie und Infrastrukturen für den Energietransport. Mit der Masseneinführung der Techniken und der damit verbundenen Industrialisierung und weiteren technischen Optimierungen durch Entwicklungen könnten sich Kostendegressionen ergeben, die gegenwärtig noch nicht abschätzbar sind. Umgekehrt werde die fossile Energie zwangsläufig immer teurer, nicht nur wegen der sich zunehmend abbildenden Erschöpfung der Ressourcen, sondern auch im Zusammenhang mit der Einführung erneuerbarer Energien sinkender Marktanteile. Deswegen sei eine immer schnellere Dynamik für erneuerbare Energien vorprogrammiert.

Eine Zusammenfassung des Endberichts aus Sicht der Regierungsfraktionen bietet der Sprecher der SPD-Fraktion in der Energie-Enquête-Kommission, Dr. Axel Berg MdB an unter http://www.axel-berg.de.

03.07.2002   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB); Dr. Axel Berg MdB.

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