KfW fördert Serbien und Kosovo im Energiesektor

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt 10 Millionen Euro für Fernwärme in Serbien und 5 Millionen Euro als Soforthilfe für die Stromversorgung im Kosovo zur Verfügung.   Am 02.08.2002 hat die KfW in Belgrad einen Finanzierungsvertrag in Höhe von 10 Millionen Euro mit der serbischen Regierung und den Fernwärmebetrieben von…

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt 10 Millionen Euro für Fernwärme in Serbien und 5 Millionen Euro als Soforthilfe für die Stromversorgung im Kosovo zur Verfügung.   Am 02.08.2002 hat die KfW in Belgrad einen Finanzierungsvertrag in Höhe von 10 Millionen Euro mit der serbischen Regierung und den Fernwärmebetrieben von Belgrad, Nis und Novi Sad abgeschlossen. Die KfW finanziert aus den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Rehabilitierung der Fernwärmeversorgung in den drei größten Städten Serbiens, die sich ihrerseits mit weiteren rd. 4,5 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen. Schon im vergangenen Jahr war die KfW im Energiesektor in diesen drei Städten aktiv. Im Auftrag des BMZ konnten im Jahr 2001 Leistungen in Höhe von 7,7 Millionen Euro für die Fernwärmeversorgung von Belgrad, Nis und Novi Sad erbracht werden. Das neue Projekt soll konzeptionell auf der ersten Phase aufbauen und umfasst die Instandsetzung des Leitungsnetzwerks, der Verteilerstationen sowie der Mess- und Regelinstrumente. Begleitend dazu wird das Betriebspersonal der Fernwärmebetriebe weiterqualifiziert.

Bisher sind in den drei Projektstädten bis zu 55 % der Bewohner sowie eine Vielzahl öffentlicher Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Alternative Heizmöglichkeiten beschränken sich meist auf Kohleöfen oder elektrische Heizstrahler. „Neben der direkten Verbesserung der Lebensbedingungen – durch eine verlässliche und bezahlbare Wärmeversorgung – leisten die von deutscher Seite finanzierten Maßnahmen somit einen erheblichen Beitrag zur Schonung der Umwelt und der knappen Energiereserven in der Region“, sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstandes der KfW.

Im Auftrag des BMZ unterstützt die KfW auch die Stromversorgung im Kosovo mit 5 Millionen Euro Soforthilfe. Diese sei dringend nötig, weil es in der vergangenen Woche zu einem verheerenden Brand im Braunkohlekraftwerk „Kosovo B“ gekommen war: Rund 60 % der ohnehin rationierten Stromversorgung des Kosovo dürften für die nächsten neun bis zwölf Monate ausfallen. Da im Winter Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius zu erwarten sind und die meisten Haushalte nur elektrisch heizen können, drohe eine ernste soziale und wirtschaftliche Krise. Die KfW will nun mit der Soforthilfe in Höhe von 5 Millionen Euro die seit Jahren stillstehenden Blöcke A2 und A5 beim zweiten Braunkohlekraftwerk „Kosovo A“ in Stand setzen, damit sie noch vor Jahresende wieder in Betrieb genommen werden können und der Ausfall des Kraftwerkes „Kosovo B“ aufgefangen werden kann. Die KfW hatte in den letzten Jahren bereits rund 22 Millionen EUR für die Rehabilitierung der übrigen drei Blöcke dieses Kraftwerks bereitgestellt, um eine zweite, unabhängige Säule der Energieversorgung sicherzustellen.

12.08.2002   Quelle: KfW

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