SPD: 50% erneuerbare Energien sind bezahlbar

Mit Blick auf die Jahrhundertflut fordert der Sprecher der SPD-Fraktion in der Energie-Enquête-Kommission, Dr. Axel Berg MdB, den Wechsel zu einer nachhaltigen Energieversorgung.  Das Hochwasser an Donau, Elbe und Mulde gebe einen ersten Eindruck davon, was auf uns zukomme, wenn wir weiterhin bei uns und weltweit auf fossile Energien setzen,…

Mit Blick auf die Jahrhundertflut fordert der Sprecher der SPD-Fraktion in der Energie-Enquête-Kommission, Dr. Axel Berg MdB, den Wechsel zu einer nachhaltigen Energieversorgung.  Das Hochwasser an Donau, Elbe und Mulde gebe einen ersten Eindruck davon, was auf uns zukomme, wenn wir weiterhin bei uns und weltweit auf fossile Energien setzen, heißt es in einer Pressemittelung des SPD-Politikers. Auch wenn es immer noch vereinzelte Wissenschaftler gebe, welche die Ursachen und Wirkungen des Treibhauseffektes leugnen, würde die Mehrheit darin übereinstimmen, dass die derzeitige Energieversorgung nicht nachhaltig ist und die Risiken des Klimawandels zu groß sind. Eine effiziente Versorgung mit über 50% erneuerbaren Energien sei nicht nur machbar, sondern auch bezahlbar, denn die Volkswirtschaft profitiere durch den Rückgang externer Kosten wie der Klimaschäden enorm.

Der Klimawandel lasse sich zwar nicht mehr aufhalten, aber stark begrenzen, sagte Berg. Deutschland als weltweiter Vorreiter bei den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz könne nicht nur zuhause, sondern auch durch den Export dieser Technologien wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen globalen Energieversorgung liefern. Beim Weltgipfel in Johannesburg müsse der Weg zu einem klimaverträglichen Entwicklungsprozess gefunden werden. Deutschland solle sich so schnell wie möglich auf ein CO2-Minderungsziel von 40% bis 2020 festlegen, wie es die Energie-Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages vorschlage. Der Wiedereinstieg in die Atomkraft sei allerdings kein Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung – erst recht nicht für arme Länder, erklärte Berg.

Axel Berg kritisierte auch CDU-Chefin Angela Merkel, die in der TV-Sendung „Sabine Christiansen“ zur Jahrhundertflut einen Zubau von Atomkraftwerken gegen die Mehrheit der Bevölkerung ausgeschlossen hatte und die Förderung der erneuerbaren Energien nun doch beibehalten wolle: Frau Merkel hätte sich noch vor einigen Wochen gegen diese Förderung ausgesprochen und auf die Stromerzeugung aus Kohle gesetzt, und – aus Klimaschutzgründen – auf Atomenergie.

22.08.2002   Quelle: Dr. Axel Berg (MdB)

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