Windenergie: Rekordwert des Vorjahres verpasst

Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr  Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr. Von Januar bis September dieses Jahres wurden im Inland 906 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von […]

Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr  Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr. Von Januar bis September dieses Jahres wurden im Inland 906 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1414 Megawatt (MW) neu installiert, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer Pressemitteilung. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspreche das einem Minus von 475 MW, also einem Rückgang beim Zubau von rund 25 Prozent. Ende September 2003 waren bundesweit 14.647 Windkraft-Anlagen mit einer Leistung von 13.404 MW installiert. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre sei mit Blick auf das Gesamtjahr 2003 mit einer neu installierten Leistung von 2.500 MW zu rechnen.

„Auch wenn wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres nicht mehr die Wachstumsraten des Vorjahres erreichen, entsprechen die Zahlen den Erwartungen“, betont BWE- Präsident Dr. Peter Ahmels. Leichte Rückgänge für 2003 seien wegen Finanzierungshindernissen und Planungsverzögerungen vorhersehbar gewesen. Wichtig sei jetzt, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) endlich auf den Weg zu bringen, damit klar sei, welche Rahmenbedingungen für Projekte gelten, die in 2005 realisiert werden sollen.

Bei den Aufstellungszahlen im Inland zeigt sich laut BWE weiter ein Wandel von der Küste hin zum Binnenland. Küstenferne Standorte würden für den Ausbau der Windenergie in Deutschland immer wichtiger. So zählten mit Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gleich drei klassische Binnenländer zu den „Top Five“ der Regionen, in denen in den ersten neun Monaten des Jahres die meisten Windturbinen aufgestellt worden sind. Ahmels: „In den kommenden Jahren ist weder bei Offshore noch beim Repowering mit größeren Aufstellungszahlen zu rechnen. Darum müssen die Rahmenbedingungen für Binnenlandstandorte bei der anstehenden Novellierung des EEG stabil bleiben.“

Marktführer im Jahr 2003 ist laut BWE die Enercon GmbH (Aurich) mit einem Marktanteil von 41,8 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres habe das Unternehmen in Deutschland 381 Windkraft-Anlagen mit einer Leistung von 586 MW installiert. Danach folgt mit einem Marktanteil von 19,8 Prozent die Vestas Deutschland GmbH mit Sitz in Husum (153 Anlagen, 280 MW).

17.10.2003   Quelle: BWE

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