Aufbruchstimmung in der Biogasbranche: 900 Teilnehmer besuchten Jahrestagung des Fachverbandes

Mit 900 Teilnehmern verzeichnete der Fachverband Biogas einen neuen Rekord bei seiner Jahrestagung in Nürnberg. Der Verband untermauere damit seine Stellung als wichtigste Biogas-Interessenvertretung in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung.   Der Fachverband reagiere auf die Aufbruchstimmung in der Branche und verstärke mit dem ehemaligen Vizepräsidenten Markus Ott seine…

Mit 900 Teilnehmern verzeichnete der Fachverband Biogas einen neuen Rekord bei seiner Jahrestagung in Nürnberg. Der Verband untermauere damit seine Stellung als wichtigste Biogas-Interessenvertretung in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung.   Der Fachverband reagiere auf die Aufbruchstimmung in der Branche und verstärke mit dem ehemaligen Vizepräsidenten Markus Ott seine Geschäftsstelle in Freising.

„Das hat der Fachverband noch nicht erlebt“, so das Fazit von Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V. Vom 11. bis 14. Januar besuchten rund 900 Biogas-Interessenten die Tagung, die unter dem Motto: „Nachwachsende Rohstoffe – neue Wege für die Landwirtschaft“ stand. „Damit hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Verbandstagung die wichtigste Biogastagung in Europa ist“, erklärt Pellmeyer die große Teilnehmerzahl. Höhepunkt der Tagung seien die Veranstaltungen am Mittwoch gewesen, auf denen sich 775 Tagungsteilnehmer über Technik, Wirtschaftlichkeit und Erfahrungen beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe informierten.

Biogas ist keine „Gelddruckmaschine“

Für Pellmeyer steht fest, dass das große Biogasinteresse nicht allein im Erneuerbare-Energien-Gesetz begründet ist. Zwar garantiere es dem Betreiber seit August 2004 eine um bis zu 8 Cent je Kilowattstunde höhere Einspeisevergütung. „Doch gerade der Preisverfall bei traditionellen Produkten wie Milch und Fleisch löst den Wunsch nach neuen und sicheren Einkommensquellen aus“, ist der Präsident überzeugt. Er warnt zugleich davor, Biogas als reine „Gelddruckmaschine“ zu begreifen. „Die zahlreichen Vorträge haben gezeigt, dass der Erfolg jeder Biogasanlage nicht von der Technik und den Einspeisetarifen, sondern immer noch vom Geschick und dem Fachwissen des Betreibers abhängt – wie in jedem anderen Betriebszweig der Landwirtschaft auch“, so Pellmeyer.

Bis zu 4.000 neue Biogasanlagen im Jahr 2005

Der Fachverband Biogas schätzt, dass sich die Zahl der Biogasanlagen im Jahr 2005 von derzeit 2.100 auf etwa 4.000 Anlagen erhöhen könnte. Neueinsteigern wie Betreibern bestehender Anlagen stehe der Verband mit seinen 1.600 Mitgliedern als europaweit größte Interessenvertretung mit Rat und Tat zur Seite. Um die schnell wachsende Zahl an Mitgliedern auch unter den neuen Herausforderungen beraten und bei der Vielzahl an neuen Themen politisch vertreten zu können, wird die Geschäftsstelle des Verbandes im bayerischen Freising ab Anfang Februar durch Markus Ott als stellvertretender Geschäftsführer verstärkt. Ott war bislang neben seiner Tätigkeit als Marketingleiter bei einem der führenden Biogashersteller bereits Vizepräsident des Fachverbandes Biogas e.V.

23.01.2005   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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