Branche antwortet Merkel: Erneuerbare Energien lösen „größte Herausforderungen der Menschheit“

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Das klare Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Klimaschutz und zu einer verlässlichen, sauberen Energieversorgung vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos findet Zustimmung bei den Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche. Merkel hatte hervorgehoben, Energie und Klimaschutz seien „die größten Herausforderungen der Menschheit“. Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) kommentiert: „Wir zeigen in Deutschland, dass es geht. Inzwischen erzeugen Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme hierzulande genug Energie, um zehn Millionen Haushalte zu versorgen. Die Wachstumsraten liegen jedes Jahr zwischen zehn und 20 Prozent. Allein der Zuwachs an Stromproduktion im vergangenen Jahr entspricht einem kompletten Kernkraftwerk“, rechnet Nitschke vor.
Diese international einzigartigen Erfolge müssten im Rahmen der G8- und EU-Ratspräsidentschaft deutlich nach vorne gestellt werden, heißt es in der BEE-Pressemitteilung. Die aktuellen Erklärungen zahlreicher Staatschefs einschließlich des US-Präsidenten George W. Bush wiesen in die richtige Richtung.

Wärmegesetz und Verbesserungen für Biokraftstoffe erforderlich
Die Branche der erneuerbaren Energien erwartet in den nächsten Jahrzehnten ein Wachstum des weltweiten Marktes für regenerative Energien auf über 450 Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen seien in den meisten Bereichen der erneuerbaren Energien technologisch führend und würden bereits heute eine Exportquote von durchschnittlich 60 Prozent aufweisen. Damit Deutschland seine Spitzenposition auf dem weltweiten Markt für erneuerbare Energien halten könne, müssten allerdings die richtigen Weichen gestellt werden. „Wir brauchen dringend das von Sigmar Gabriel und Politikern aus Union und SPD angekündigte Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien“, betont Nitzschke. Damit könne die notwendige Investitionssicherheit für Betreiber und Hersteller von Heizungsanlagen geschaffen werden, um schnellstmöglich importiertes und teures Öl und Gas im Wärmesektor durch heimische erneuerbare Energien zu ersetzen. Auch für den Biokraftstoffsektor müssten Verbesserungen geschaffen werden. Seit der Umstellung von der Steuerbefreiung auf eine Beimischungspflicht lägen hier Investitionsprojekte in der Größenordnung von mehreren hundert Millionen Euro auf Eis.

25.01.2007 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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