Indischer Photovoltaik-Hersteller Moser Baer kauft erste Gen 8.5- Produktionslinie für Dünnschicht-Solarzellen bei Applied Materials

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Die Moser Baer India Limited (Santa Clara, Indien) hat Applied Materials, Inc. (Santa Clara, Kalifornien) mit der Entwicklung und Implementierung der weltweit ersten Produktionslinie der Generation 8.5 zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen beauftragt. Die Produktionslinie soll in New Delhi eingesetzt werden und Photovoltaikzellen aus extra großen Trägermaterialien (Substraten) herstellen, berichtet Applied Materials in einer Pressemitteilung. Mit 5,7 Quadratmetern (2,2m x 2,6m) sind diese Glassscheiben vier Mal so groß wie die größten der heute eingesetzten Solarzellensubstrate. Die neue Technologie soll die Herstellungskosten von Solarmodulen deutlich verringern und damit einen Beitrag zur Senkung der Kosten für die Erzeugung von Solarstrom leisten.
„Dieser Vertrag ist ein Beleg für die enge Zusammenarbeit zwischen indischen und US-amerikanischen Unternehmen beim Aufbau der ersten wirklich modernen Solarzellen-Produktionsanlage in Indien, die auf Fertigungsprozessen aus der Halbleiterindustrie beruht“, sagte Ravi Khanna, Vorstand der Moser Baer Photo für das Photovoltaikgeschäft.

Bis 2009 soll eine Solar-Fabrik mit einer Kapazität von 200 MW aufgebaut werden
„Unser Anliegen ist die Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte, die den Verbrauch von elektrischer Energie verringern und die Betriebskosten reduzieren. Damit machen wir saubere, regenerative Energien zu einer kosteneffektiven Option. Wir sind überzeugt, dass die umfassende Prozessexpertise, über die Applied Materials in den Halbleiter- und Flachbildschirmindustrien verfügt, uns dabei helfen wird, bis zum Jahr 2009 eine 200 Megawatt-Fabrik aufzubauen“, so Khanna weiter. Die Dünnschicht-Solarzellen Fertigungslinie von Applied Materials soll in der zweiten Jahreshälfte 2007 ausgeliefert werden. Die Vereinbarung mit Moser Baer umfasse eine voll integrierte Produktionslinie, inklusive chemischer und Gasphasenabscheidung (CVD) und physikalische Gasphasenabscheidung (PVD), Laserprozessen, Unternehmenssoftware, Automation und anderen unterstützenden Technologien. Die Linie hat eine anfängliche Solarmodul-Produktionskapazität von zunächst 40 Megawatt (MW) pro Jahr. Die Gen 8.5 Produktionslinie von Applied Materials ist auf Flexibilität ausgelegt und kann laut Hersteller an verschiedene Modulgrößen zwischen 1,4 Quadratmetern und 5,7 Quadratmetern angepasst werden. Derzeit sind Dünnschicht-Solarzellen-Produktionslinien auf Panelgrößen von weniger als 1,5 Quadratmetern ausgelegt.

Meilenstein auf dem Weg zu großflächigen Substraten
„Mit diesem Vertrag steigt Applied Materials in die Herstellung kompletter Produktionslinien für Kunden im Solarmarkt ein. Die Vereinbarung ist für die gesamte Solarindustrie ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Reduzierung der Produktionskosten von Solarzellen durch den Einsatz großflächiger Substrate“, sagte Mark Pinto, Senior Vice President und General Manager der New Business und New Products Group von Applied Materials. „Wir freuen uns über diesen Auftrag von Moses Baer. Die umfassende Erfahrung des Unternehmens bei der großvolumigen Produktion wird der Schlüssel zur Kostenreduktion sein. Indien besitzt enormes Potenzial sowohl als weltweite Drehscheibe für die Produktion von Solarmodulen als auch als Endmarkt für durch Photovoltaik erzeugte Energie“, betont Pinto.

06.03.2007 | Quelle: Applied Materials, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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