NRW-Wirtschaftsministerin gibt Startschuss für größte Wärmepumpensiedlung in Deutschland

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In Nordrhein-Westfalen sind 2006 nahezu 9.000 Wärmepumpen installiert worden, berichtet das NRW-Wirtschaftsministerium. Damit sei das vor eineinhalb Jahren formulierte Ziel erreicht, den Marktanteil von Wärmepumpen in Neubauten in NRW auf zehn Prozent zu steigern. „Dieses Ergebnis bestärkt uns in unseren Anstrengungen, den Einsatz der Wärmepumpentechnik auch weiterhin zu forcieren“, sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben am 07.03.2007 beim Bohrbeginn für die größte Wärmepumpensiedlung Deutschlands im Kölner Stadtteil Niehl und zum Auftakt der 8. Wärmepumpen-Wochen NRW der EnergieAgentur.NRW.
„10-Prozent sind aber noch keine 40-Prozent wie in der Schweiz. Für die nächsten Jahre wünsche ich mir 20.000 neue Wärmepumpen jährlich in NRW“, so die Ministerin. Das Neubauprojekt der GAG in Köln und die Wärmepumpen-Wochen NRW leisten deshalb einen wichtigen Beitrag, immer mehr Bauträger, Architekten und die Menschen von dieser kostengünstigen und Klima schonenden Heizungsvariante zu überzeugen“, so die Ministerin.

Umweltwärme für bis zu 382 Wohnungen und Häuser
Die GAG Immobilien AG, Kölns größte Wohnungsgesellschaft mit rund 42.000 Wohnungen und rund 100.000 Mietern, plant, bis zu 382 Wohnungen und Häuser auf einem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl zu errichten. „Die Siedlung Niehler WohnArt ist das bisher größte Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung in Deutschland. Alle Wohnungen und Einfamilienhäuser sollen mit Umweltwärme versorgt werden. Das senkt die Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung deutlich und davon sollen nach der Fertigstellung Ende 2009 rund 1.000 neue Bewohner profitieren“, so GAG-Vorstandsmitglied Günter Ott. Wärmepumpen nutzen bis zu 80 Prozent Umweltenergien, die kostenlos, schadstofffrei und sich immer wieder natürlich erneuernd zur Verfügung stehen. Mit diesen Umweltenergien und einem Restanteil von Strom für den Antrieb der Wärmepumpe kann geheizt werden, aber auch im Sommer kann die Wärmepumpe zu Kühlung genutzt werden. Wärmepumpen können die Heizkosten um mehr als 50 Prozent senken.

Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage machen sich spätestens nach zehn Jahren bezahlt

„Der Trend zur Nutzung der Umweltwärme ging im Jahr 2006 erneut sehr deutlich nach oben. Auch weil die Bedingungen zu deren Nutzung in Nordrhein-Westfalen besonders gut sind. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes ist nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet“, erläutert Ministerin Thoben. Die ausgereifte, langzeitbewährte Technik mache sich außerdem schnell bezahlt: Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage liegen mit 10.000 bis 20.000 Euro (je nach Hausgröße, Ausstattung und Art der gewählten Umweltwärme) zwar etwas über denen für einen leistungsgleichen modernen Heizungskessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Die niedrigen Betriebskosten – gemessen an den heutigen Energiepreisen – sorgten aber dafür, dass sich diese Investition bereits spätestens nach zehn Jahren bezahlt mache.
Bauherren, Handwerker und Architekten können sich einfach darüber informieren, wo die Erdwärmenutzung in Nordrhein-Westfalen möglich ist: Eine CD-ROM des Geologischen Dienstes NRW zeigt für jedes Grundstück im Land bis zu einer Tiefe von 100 Metern, ob beim Neubau eines Gebäudes oder beim Austausch einer vorhandenen Heizungsanlage Erdwärme als Energiequelle wirtschaftlich genutzt werden kann. Dieses Informationsangebot ist bundesweit einmalig. Förderprogramme des Bundes (zinsverbilligte Kredite der KfW) können über die örtlichen Kreditinstitute beantragt werden. Auch bieten zahlreiche Energieversorgungsunternehmen in NRW Zuschüsse für Wärmepumpen an.
Weitere Informationen und alle Termine der 8. Wärmepumpen-Wochen 2007 im Internet unter www.waermepumpenwochen.de

13.03.2007 | Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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