Bau des Solar-Kraftwerks Griesheim geht in die Endphase

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Mit der Montage der Solar-Module geht die Fertigstellung des Solarparks Griesheim (Hessen) in die Endphase. „Es hat lange gedauert, es gilt aber trotz der zeitlichen Verzögerungen nach vorne zu blicken“, so Bürgermeister Norbert Leber. Die netzgekoppelte Photovoltaik-Freiflächenanlage wird eine Leistung von 2.507 Kilowatt (kWp) haben. Zwei Zentralwechselrichter wandeln künftig den Gleichstrom der 16.130 Solarmodule in netzkompatiblen Wechselstrom um.
Bereits im Sommer 2004 hätten ein örtlicher Landwirt und ein privaten Investor die Idee gehabt, an der Peterswiese in der westlichen Außengemarkung von Griesheim ein Solar-Kraftwerk zu errichten. „Wir haben diese Idee natürlich nachhaltig unterstützt“, betont Bürgermeister Leber. Zunächst sei eine Grundsatzentscheidung im Kommunalparlament gefällt worden, danach habe sich die Verwaltung unter Federführung des Umweltamtes mit der vielschichtigen Sachlage beschäftigt. Neben der Bauleitplanung (Bebauungsplan und Änderung des Flächennutzungsplans) musste auch ein Umweltbericht erstellt werden, der die Auswirkungen eines solchen Vorhabens intensiv prüfte. Aber auch die naturschutzrechtliche Kompensation musste erfolgen. Eine landschaftspflegerische Begleitplanung des Umweltamtes wurde erstellt, so dass der ökologische Ausgleich „vor Ort“ erfolgt.

Lokales Engagement für Klimaschutz und erneuerbare Energien
„Wir haben somit innerhalb von kurzer Zeit die Voraussetzungen geschaffen und sind jetzt froh, dass nach zwei Jahren das Projekt in die Endphase geht“, meint Leber weiter. Im Rahmen der „Griesheimer Klimaschutzinitiative“ sei es ein „Meilenstein in die lokale solare Zukunft“, so Hans-Peter Hörr vom Umweltamt. Der Solarpark unterstütze mit Inbetriebnahme die Bemühungen der „Klimaschutzkommune Griesheim“. Eine „sonnige Aussicht“ auch für neue Technologien sieht die Verwaltung. „Wenn wir uns auch lokal für den Klimaschutz einsetzen und es mit erneuerbaren Energien ernst meinen, muss für ein solches Engagement ein Weg vorhanden sein“, stellt Bürgermeister Leber fest. Die Stadt wolle deshalb auch Vorbild sein. Demnächst werde ein städtisches Dach mit einer eigenen Solaranlage versehen. Derzeit gibt es in Griesheim rund 70 Anlagen, die nahezu 700.000 Kilowattstunden Strom insgesamt erzeugen. Zum Klimaschutz gehöre aber auch Energieeinsparung und Energieeffizienz. „Diese Bausteine leisten insgesamt wirkungsvolle Beiträge zum Klimaschutz“, so der Bürgermeister.

03.07.2007 | Quelle: Stadt Griesheim | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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