Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien: Zuschüsse ab sofort um 50 Prozent erhöht

NULL

Das Auftragsvolumen bei solarthermischen Anlagen und Biomassekesseln ist seit Jahresbeginn stark zurückgegangen. Absatzrückgänge von 35 Prozent bei der SolarThermie und sogar über 60 Prozent bei Biomasse-Heizungen seien zu verzeichnen, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Um die Markteinführung dieser Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien mit all ihren positiven Effekten für Investitionen und Arbeitsplätze in der mittelständisch geprägten Branche und im Handwerk anzukurbeln, hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt die Investitionskosten-Zuschüsse um 50 Prozent erhöht. “Ich hoffe, dass durch die verbesserten Investitionsanreize klimaschonende Technologien im Wärmemarkt stärker Einzug halten”, so Gabriel. Die geänderte Richtlinie zum Marktanreizprogramm tritt am 2. August 2007 in Kraft. Antragsteller können ab sofort von dieser Regelung profitieren und ihre Anträge bei dem dafür zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen.

Innovationsbonus für große Solarwärmeanlagen, solare Kühlung und solare Prozesswärme
Im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien stehen in diesem Jahr unverändert 213 Millionen Euro zur Verfügung. Besonders attraktiv ist die Förderung innovativer Anlagen, wie großer solarthermischer Anlagen zur Heizungsunterstützung, zur solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von solarer Prozesswärme. Hierfür wird seit März 2007 das Dreifache der Basisförderung gewährt, also bis zu 210 Euro pro Quadratmeter Solarkollektorfläche. Auch die KfW-Bankengruppe stellt innerhalb ihres Förderprogramms für erneuerbare Energien für diese Technologien einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten zur Verfügung.

01.08.2007 | Quelle: BMU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen