Deutsche Photovoltaik-Produktion läuft auf Hochtouren: 15 neue Solar-Fabriken

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Die deutsche Solarwirtschaft ist weiter auf der Überholspur. Nach aktuellen Erhebungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) wuchs die Solarzellenproduktion in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die deutschen Solarzellen-Produzenten stellten von Januar bis Juni dieses Jahres Zellen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt (MW) her. Bereits jede vierte weltweit installierte Solarzelle stamme damit aus deutscher Fertigung. International öffnen sich neue Märkte für Photovoltaik-Produkte. Der Europäische Dachverband der Photovoltaikindustrie (EPIA) erwartet eine Verdopplung des Weltmarktes innerhalb der nächsten drei Jahre. Für 2010 rechnet EPIA mit einem Weltmarkt von 5,6 Gigawatt (GW).
Ein jährliches globales Marktwachstums von 20 Prozent sieht die Schweizer Bank Sarasin voraus. Wichtige Exportländer für Deutschland liegen in Südeuropa und in Nordamerika. Solartechnik entwickelt sich nach Ansicht der Unternehmensberatung Roland Berger zu einer Leitindustrie, die zusammen mit anderen erneuerbaren Energien von Umsatz und positiven Beschäftigungseffekten her langfristig klassische Industriebranchen wie den Fahrzeugbau überflügeln kann.

“Gigatrend des 21. Jahrhunderts”
“Solarenergie entwickelt sich zum globalen Gigatrend des 21. Jahrhunderts. Bis Mitte dieses Jahrhunderts kann ein Drittel des weltweiten Energiebedarfs aus Solarenergie gedeckt werden. Das sind gute Langfristperspektiven und ausgezeichnete Exportaussichten für die deutsche Solarindustrie”, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Um weiter eine dominierende Rolle am Weltmarkt zu spielen, setzt die deutsche Solarwirtschaft auf Expansion: 15 neue Solarfabriken werden bis 2008 am Standort Deutschland entstehen. Zusammen mit dem Ausbau bestehender Fabriken bedeute das ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro, betont der BSW-Solar. Die Expansionsgeschwindigkeit, intensive Forschungsaktivitäten und eine enge Zusammenarbeit mit dem solartechnisch führenden deutschen Maschinen- und Anlagenbau tragen laut BSW-Solar dazu bei, den deutschen Technologievorsprung am Weltmarkt gegenüber der Konkurrenz aus Fernost zu sichern. Allein in diesem Jahr investiere die Photovoltaik-Industrie rund 100 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Bereits heute würden rund 40 Prozent der deutschen Solarzellen exportiert. Mittelfristig sollen diese Raten wie im Maschinenbau und bei der Windkraft auf über 70 Prozent wachsen, so die Erwartungen deutscher Solarunternehmer.

EEG sichert Wachstum und Technologievorsprung
Ermöglicht wird das dynamische Wachstum der deutschen Photovoltaik-Industrie und der Ausbau des Technologievorsprungs durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es sichert Betreibern von Photovoltaikanlagen eine kostendeckende und vorrangige Abnahme von Solarstrom durch die Netzbetreiber. “Das EEG hat Deutschland in den letzten drei Jahren zu einem 'SolarValley' gemacht”, unterstreicht Körnig. Bei Beibehaltung eines verlässlichen Gesetzesrahmens werde Solarstrom vom eigenen Dach in zehn Jahren günstiger sein als herkömmlicher Strom aus der Steckdose. Vom 3. bis 7. September ist Mailand der Laufsteg für aktuelle Photovoltaik-Produktneuheiten. Zum größten Kongress der Photovoltaikbranche, der “European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition” werden über 3.000 Entscheidungsträger aus Forschung, Industrie und Politik erwartet.

03.09.2007 | Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e. V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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