Explodierender spanischer Photovoltaik-Markt interessant für internationale Investoren

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Der PV-Markt in Spanien wachse so schnell – mindesten um 100 % im laufenden Jahr – dass das Ziel des Erneuerbare-Energien-Plans (PER) für 2005 – 2010 von 400 Megawatt (MW) bereits Ende 2007 erreicht werde, berichtet der Online-Photovoltaikmarktplatz “SolarPlaza” in einer Pressemitteilung. In der vergangenen Woche habe das spanische Industrieministerium der nationalen Energiekommission einen Vorschlag gesandt, die Zielvorgabe von 400 auf 1.200 MW zu erhöhen und dafür die Einspeisetarife für Solarstrom zu senken. Im September 2007 waren laut SolarPlaza bereits 85 % der insgesamt 400 MW Photovoltaikleistung installiert. Projektentwickler hätten nun noch Zeit bis Ende September 2008 um in den Genuss des Einspeisetarifs von 44 Cent zu kommen.
Interessanterweise sei im Royal Decreto 661/2007 für diesen Zeitraum keine Obergrenze definiert, betont SolarPlaza. Allerdings seien Gerüchte im Umlauf, dass die Einspeisevergütung auf etwa 31 Cent gesenkt werden solle. Hinsichtlich der Einspeisevergütung für Anlagen, die nach dem September 2008 an das Netz gehen, lägen keine offiziellen Verlautbarungen vor. Laut SolarPlaze führt dies zu einem explosionsartigen Wachstum der PV-Projekte in den kommenden Monate. Sowohl die Projektentwickler als auch die Investoren würden die kommenden 12 Monate als einzigartige Chance werten, so viele Vorhaben wie möglich im Rahmen des gegenwärtigen Einspeisetarifs fertigzustellen. Das Ergebnis könnte ein weiteres Wachstum der Solarparks um mehrere Hundert Megawatt sein, heißt es in der Pressemitteilung von SolarPlaza. Tatsache sei, dass verschiedene internationale Modullieferanten bis zum ersten Quartal 2008 aufgrund der enormen Nachfrage aus Spanien ausverkauft seien.

Auch langfristige Perspektive vielversprechend
Auch die langfristigen Perspektiven der Photovoltaik in Spanien seien gut, berichtet SolarPlaza. “Obwohl in Spanien fast jeder sicher zu sein scheint, dass die Einspeisevergütung um 10 – 25 % sinken wird, muss dies das Marktwachstum nicht beeinflussen. Wegen des enormen Wachstums der Solarindustrie in den Jahren 2007 und 2008 ist zu erwarten, dass die Modulpreise sinken werden. Und wenn die Projektentwickler bereit sind, auf einen Teil ihrer gegenwärtig höchst attraktiven Margen zu verzichten, wird der spanische Solarmarkt auch künftig attraktiver sein als der derzeit weltgrößte Markt in Deutschland”, heißt es in der Pressemitteilung.
Darüber hinaus sei zu erwarten, dass sich die Erfahrungen beim Bau von Solarparks in den letzten Jahren in Form niedrigerer Kosten für schlüsselfertige Vorhaben niederschlagen. Und schließlich hätten internationale Investoren und Fonds Spanien als lohnenden Markt für verlässliche Investitionen entdeckt. Immer mehr Vorhaben gingen an das Netz und Spanien schreibe damit eine beständige Erfolgsgeschichte. Für die Investoren seien die Photovoltaik-Lernkurve und die Kontinuität der Regelungen sehr wichtig. “Natürlich überzeugt auch die erwartete Rendite von 10 % über einen Zeitraum von 25 Jahren. Und all das wird Spanien nächstes Jahr zum zweitgrößten PV-Markt der Welt machen”, betont SolarPlaza.

Konferenz in Madrid informiert über den spanischen PV-Markt
Am 6. und 7 November 2007 veranstaltet SolarPlaza eine Konferenz in Madrid, die sich dem Markt in Spanien widmet. Themen des ersten Tages sind die künftige Gesetzgebung, Erfahrungen von Entwicklern großer Projekte, sowie Finanzierung durch Banken und Investoren. Die Besichtigung eines Solarparks wird ebenfalls angeboten. Am zweiten Tag werden Projektentwickler ihre Vorhaben potenziellen Investoren präsentieren. Der Preis für komplette Veranstaltung beträgt € 1.595 einschließlich einer Übernachtung im 4-Sterne-Hotel mit Vollpension. Weitere Informationen unter www.solarplaza.com .

10.10.2007 | Quelle: SolarPlaza | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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