Österreichischer Solarpreis 2007 für Fronius-Projekt eines Solarstrom-Brennstoffzellen-Transportsystems

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Das “HyLOG”-Projekt des Photovoltaik-Wechselrichterherstellers Fronius International GmbH wurde am 6. Oktober 2007 mit dem Österreichischen Solarpreis 2007 ausgezeichnet. Eurosolar ehrt damit ein ambitioniertes Team mit innovativen Ideen, das sich zum Ziel gesetzt hat, den innerbetrieblichen Transport völlig emissionsfrei auf Basis von Solarwasserstoff zu realisieren. Die Österreichischen Solarpreise werden jährlich für herausragende und zukunftsweisende Aktivitäten zur Nutzung erneuerbarer Energien verliehen. In der Kategorie “Industrielle, kommerzielle Betriebe / Unternehmen” wurde siegte “HyLOG” (Hydrogen powered Logistic System) von Fronius, in dessen Zentrum die “Fronius-Energiezelle” steht. Ziel dieses Vorhabens ist die Verwirklichung einer emissionsfreien und effizienteren innerbetrieblichen Logistik in einem realen industriellen Anwendungsumfeld – in diesem Fall am Fronius-Systemstandort Sattledt (Oberösterreich).
Das Projekt wird im Rahmen des “A3 Technologieprogrammes” des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert und in Zusammenarbeit mit Partnern durchgeführt.

Solar erzeugter Wasserstoff: Doppelte Energiedichte ohne Emissionen
Fünf Logistikzüge sind im Einsatz, um den internen Transport in Sattledt zu bewerkstelligen. Immerhin müssen mehr als 600 Arbeitsplätze im Zwei-Stunden-Takt mit Material versorgt werden, um reibungslose Produktionsabläufe sicherstellen zu können. Eines der dazu benötigten Fahrzeuge wird im Rahmen des HyLOG-Projekts pilotmäßig auf einen Antrieb mit solar erzeugtem Wasserstoff umgerüstet und im Praxiseinsatz getestet. Die bislang üblichen Blei/Säure-Batterien im Fahrzeug werden ersetzt durch die “Fronius-Energiezelle” (Niedertemperaturbrennstoffzelle) und eine Wasserstoffwechselkartusche als Treibstofftank. Die zeitintensive, mehrere Stunden dauernde Batterieladung entfällt und wird von einem nur wenige Minuten in Anspruch nehmenden Kartuschenwechsel abgelöst. Der zur Wasserstoff-Herstellung benötigte Solarstrom wird direkt durch die werkseigene 604 kWp starke Photovoltaik-Anlage völlig emissionsfrei produziert und mittels Elektrolyse bedarfsgerecht umgewandelt. Das beeindruckende Ergebnis dieser innovativen Lösung: Doppelte Energiedichte im Vergleich zur Blei/Säure-Batterie, oder mit anderen Worten: eine Verdoppelung der Reichweite!

Marktpotenzial als Ansporn für innovative Entwicklung
Das System soll Anfang 2008 in den Probebetrieb gehen. “Für das Gesamtsystem sehen wir einen weltweiten Bedarf vor allem im Bereich der Flurförderfahrzeuge und Stapler, dem weltgrößten Markt für Elektrofahrzeuge. Davon werden auf dem Weltmarkt jährlich in etwa 700.000 Einheiten abgesetzt. Diese Zahlen spornen natürlich an!“, so Projektleiter Ewald Wahlmüller. “Die Auszeichnung unserer Arbeit mit dem österreichischen Solarpreis bestätigt uns in unseren Bemühungen, saubere Energie jederzeit abrufbar zu machen!”, betont Michael Schubert, verantwortlich für die Markteinführung der Fronius-Energiezelle.
Die Verleihung des Österreichischen Solarpreises erfolgt durch Eurosolar Austria, eine Sektion von Eurosolar International, der gemeinnützigen, parteienunabhängigen europäischen Sonnenenergie-Vereinigung. Hauptziel von Eurosolar ist, atomare und fossile Energie vollständig durch erneuerbare Energie zu ersetzen. Ein Ziel, das auch das Energiezellen-Team konsequent verfolgt.
Die Kombination von Photovoltaik und Brennstoffzelle präsentiert der Solarserver als “Anlage des Monats Oktober 2007” unter dem Titel: “Photovoltaik plus Brennstoffzelle: Solare Energie mit Wasserstoff gespeichert” unter http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlage.html

18.10.2007 | Quelle: Fronius International | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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