Neuer Photovoltaik-Produktionskomplex der Q-Cells AG eingeweiht

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Die Q-Cells AG aus Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt)
hat am 23. Oktober 2007 in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos feierlich ihre fünfte Produktionslinie und den dazu gehörenden Produktionskomplex eingeweiht. Der Komplex im “Solar Valley Thalheim” umfasst neben der Solarzellen-Fabrik ein neues Bürogebäude sowie zentrale Lagereinrichtungen für die Fabriken der Q-Cells AG und ihrer Tochterunternehmen. “Das ist ein großartiger Tag für unser Unternehmen und den Standort Thalheim”.so Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, anlässlich der Einweihung. “1999 hätte keiner erwartet, dass wir als damals kleines Start-up-Unternehmen mit 4 Leuten nun knapp 1.500 Mitarbeiter beschäftigen. Heute weihen wir Produktionslinie V ein, und die Linie VI ist schon in Planung”, ergänzt Milner. Die endgültige Fertigstellung des Bauvorhabens sei für Ende dieses Jahres geplant.

Die größte Solarzellenfabrik Europas – und eine der größten der Welt
Bundeswirtschaftsminister Glos drückte symbolisch den Knopf zur Aufnahme des Probebetriebs in Linie V. Die Fabrik wird nach dem beendeten “Ramp-Up” im Regelbetrieb eine Produktionskapazität von 240 Megawatt (MWp) aufweisen, mehr als zwei Drittel der Kapazität der bestehenden Linien I bis IV. Damit ist die Linie V die größte Solarzellenfabrik Europas und eine der größten der Welt. In der Linie V, die rund um die Uhr Solarzellen produzieren wird, werden 212 Mitarbeiter unmittelbar in der Produktion arbeiten. Auf dem Gelände hat Q-Cells auch ein Ausbildungszentrum integriert. Im August 2007 haben 52 Auszubildende in verschiedenen Fachrichtungen ihre Ausbildung begonnen, wodurch die Gesamtzahl der Auszubildenden auf 82 gestiegen ist. In den nächsten Jahren soll die Zahl der Ausbildungsplätze auf bis zu 10 % der Beschäftigten steigen. Vier neue Ausbilder nahmen ihre Tätigkeit auf, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Jugendlichen zu garantieren. Und auch um die ganz Jungen wird sich die Q-Cells AG kümmern: Der Bau eines Kindergartens ist beschlossene Sache, im Moment laufen laut Q-Cells die konkreten Planungen.

Anton Milner: Das Herz des Global Players schlägt in Thalheim
Die Einweihung des Produktionskomplexes sei ein weiterer Meilenstein in der Wachstumsgeschichte der Photovoltaik-Industrie in den neuen Bundesländern. Das schnelle Wachstum am Standort Bitterfeld-Wolfen, einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit, habe besonders durch die dort verfügbaren, hoch qualifizierten Mitarbeiter erreicht werden können. Hinzu kämen die guten Rahmenbedingungen vor Ort sowie eine unbürokratische Unterstützung durch die Kommune und das Land Sachsen-Anhalt. Anton Milner unterstreicht diese Tatsache: “Q-Cells ist ein Global Player, doch unser Herz schlägt hier in Thalheim. Allein 2007 investieren wir rund 400 Mio. EURO in den Produktionsausbau und die Forschung am Standort und die Planungen für eine weitere Expansion laufen.”

Tochter- und Beteiligungsunternehmen starten Produktion von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen
Im Solar Valley, dem derzeit größten Solarstandort Europas, arbeiten bereits heute über 2.500 Menschen. Im Jahr 2010 sollen hier schon mehr als 5.000 Menschen in dieser zukunftsorientierten Branche beschäftigt sein. Neben Q-Cells und den bereits produzierenden Unternehmen EverQ und CSG Solar werden die Tochter- und Beteiligungsunternehmen Calyxo, Brilliant 234. und Solibro in diesem und im kommenden Jahr mit der Produktion von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen beginnen. Ebenfalls 2008 soll auch die Produktionslinie VI von Q-Cells die Arbeit aufnehmen.

EEG ist Grundlage des Photovoltaik-Booms in Deutschland und zu einem Exportschlager der Solarstrom-Förderung geworden
Die Solarbranche ist eine der Branchen, die am Standort Deutschland massiv ihre Produktionskapazitäten ausbaut und dabei viele tausend Arbeitsplätze geschafft hat und in Zukunft noch schaffen wird. Grundlage dieses Booms der Photovoltaik in Deutschland ist das im Jahr 2001 von der damaligen Bundesregierung eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es garantiert feste Einspeisestarife für regenerativ erzeugten Strom. Das EEG ist zu einem Exportschlager geworden und mittlerweile haben viele Länder in Europa, Asien und Amerika das Gesetz nahezu identisch übernommen. Davon profitiert auch Q-Cells, denn die produzierten Solarzellen werden weltweit in mehr als 30 Ländern verkauft und zu Solarmodulen verarbeit. Momentan beträgt die Exportquote fast 60 % und wird im kommenden Jahr weiter steigen. Allerdings bleibt Deutschland vorerst wichtigster Markt. Daher sei die Förderung durch das EEG noch wenige Jahre notwendig, bis die Branche die Produktionskosten signifikant gesenkt und gleichzeitig die Effizienz so erhöht habe, dass Solarstrom konkurrenzfähig sei gegenüber konventionellem Strom aus fossilen Brennstoffen, heißt es in der Pressemitteilung.

24.10.2007 | Quelle: Q-Cells AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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