Photovoltaik-Hersteller ersol weiht neue Solarzellen-Produktion in Arnstadt ein

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Die ersol Solar Energy AG (ersol) eröffnet am 16.11.2007 gemeinsam mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Dieter Althaus, Ministerpräsident von Thüringen, ihre zweite Zellproduktion. In wenigen Wochen will ersol die neue Fertigung für hocheffiziente kristalline Solarzellen offiziell in Betrieb nehmen. Die neue Produktionsstätte für kristalline Silizium-Solarzellen in Arnstadt, in die nach Angaben des Unternehmens rund 46 Millionen Euro investiert wurden, verfügt über eine Produktionskapazität von 100 Megawatt (MWp). Schrittweise werden in der zweiten ersol-Zellfabrik bis zu 150 Beschäftigte dauerhaft Arbeit finden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Anfang 2008 sollen die ersten multi- und monokristallinen Silizium-Solarzellen Arnstadt verlassen und einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung in einem nachhaltigen Energiemix leisten.

Photovoltaik-Produktion vom Wafer bis zur Solarzelle
“Es ist großartig, dass wir heute unser zweites Werk für kristalline Solarzellen feierlich einweihen können. Für ersol ist dies ein entscheidender Meilenstein bei der Erweiterung seiner Kapazitäten. Die kristalline Zellfertigung ist zentraler Bestandteil unseres Produktportfolios. Nun können wir am Standort Arnstadt ohne große Logistikwege vom Wafer bis zur Solarzelle produzieren. Damit schaffen wir es, den Markt und die immense Nachfrage nach unseren Produkten zu bedienen. Eine Jahresproduktion der neuen Zellfabrik kann rund 30.000 Haushalte mit Solarstrom versorgen und entlastet die Umwelt um einen CO2-Ausstoß von rund 1 Million Tonnen”, so Dr. Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender der ersol Solar Energy AG.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wird am 16.11. symbolisch den Knopf zum Start des Testbetriebs der neuen ersol-Zellproduktion betätigen. Auf einem 41.000 Quadratmeter großen Gelände ist binnen knapp eines Jahres eine etwa 10.100 m2 große Fertigungsstätte entstanden. Baubeginn für die neue Zellproduktion war Dezember 2006, Richtfest im April 2007. M+W Zander FE GmbH errichtete ein schlüsselfertiges Produktionsgebäude, welches dann noch mit entsprechenden Produktionsanlagen ausgestattet wurde. Als Subunternehmen war mit der Züblin Ost aus Jena eine Thüringer Firma für den Rohbau verantwortlich. Insgesamt 80 Prozent der von M+W Zander beauftragten Subunternehmen waren Thüringer Firmen.

Bis Ende 2012 Kapazität von mehr als 500 MWp geplant
Nun verfügt ersol über eine weitere hochmoderne Fabrik, welche die verfügbare Nominalkapazität im Bereich kristalline Zellen in der ersol-Gruppe bis Ende 2008 auf 220 MWp anwachsen lässt. Zum Jahresende 2010 plant ersol, über eine Nominalkapazität von 400 MWp und Ende 2012 über 500 MWp zu verfügen. Dafür habe sich die ersol Gruppe mittels verschiedener Langfristlieferverträge den erforderlichen Rohstoff Silizium entsprechend gesichert.

Bis Ende 2010 sollen 1.000 ersol-Mitarbeiter Solarstromtechnik produzieren
Auch im thüringischen Arnstadt soll wie in der Erfurter Produktionsstätte im Vierschicht-Betrieb an sieben Tagen in der Woche gearbeitet werden. Den Personalbedarf für dieses neue Werk kann ersol aufgrund seiner aktiven Personalstrategie decken. Durch eine gelungene Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem Erfurter Bildungsträger BWAW konnte die ersol Gruppe bereits in den vergangenen Monaten ausreichend viele Fachkräfte für die Arbeit in der neuen Zellproduktion qualifizieren. Die ausgebildeten Mikrotechnologen können deshalb zum offiziellen Start der Arnstädter Zellfertigung ihre Arbeit aufnehmen. Bis Ende 2010 erwartet ersol, rund 1.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Vor kurzem hatte die ersol Gruppe die 700-Personen-Marke durchbrochen und ist derzeit ein über 740 Mitarbeiter starkes Solarunternehmen.

16.11.2007 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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