BEE-Präsident Lackmann tritt zurück: “Lobbyismus ist nicht mein Job!”

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Johannes Lackmann, langjähriger Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), hat zum Januar 2008 seinen Rücktritt erklärt. Im Interview mit dem Solarstrom-Magazin PHOTON erklärt er, dass es für ihn nicht in Frage komme, beliebige wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Ihm sei wichtig gewesen, glaubwürdig gegenüber der Politik aufzutreten. “Das, was von uns jetzt erwartet wird – sowohl von der Branche als auch von der Politik – ist reiner Lobbyismus. Und da sage ich: Tut mir leid, das ist nicht mein Job!” Zudem kritisiert der BEE-Präsident, dass die Solarlobby daran mitgewirkt habe, Geld aus dem Fördertopf für erneuerbare Energien (Marktanreizprogramm) faktisch zur Förderung fossil betriebener Heizkessel auszugeben.
“Wenn ich jetzt sehe, dass BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.) und BSW (Bundesverband Solarwirtschaft e. V.) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium vereinbart haben, für Solarthermie mehr zu zahlen, wenn man Brennwertkessel einsetzt – das heißt, dass es letztlich für fossile Heizkessel Geld aus dem Marktanzreizprogramm für erneuerbare Energien gibt -, dann sträuben sich mir einfach die Nackenhaare”, sagte Lackmann im PHOTON-Interview.

Eine Vorabveröffentlichung aus dem Dezember-Heft der Photon ist zu finden unter www.Photon.de
Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien unter http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html.

27.11.2007 | Quelle: PHOTON | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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