Solarthermie-Großanlagen für mehr Energieeffizienz in Gartenbau, Ernährungs- und Landwirtschaft

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Paradigma präsentiert die AquaSolar-Technologie für solare Großanlagen (SGA) erstmals auf der Internationalen Grünen Woche, die vom 18. bis zum 27. Januar in Berlin stattfindet. Am Messestand 116.A in Halle 4.2 bietet das Unternehmen interessierten Besuchern Einblick in die Funktion von Solarthermie-Großanlagen für den gewerblichen Einsatz, der von der solaren Erweiterung über teilsolares Heizen bis zur Prozesswärme reicht. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsgebiete beispielsweise bei der Prozesswärme: unter anderem Waschanlagen, Fleischereien, Stallheizungen, Brauereien, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Großküchen oder Großreinigungen.
Die moderne Tier- und Pflanzenzucht erfordert große Mengen an Heizenergie. Entsprechend hoch sind die Kosten für konventionelles Heizen mit Öl und Gas. Dazu Karlheinz Venter, Marketingleiter der Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH: “Mit solarthermischen Großanlagen machen sich Unternehmen aus der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie dem Gartenbau langfristig unabhängig von steigenden Öl- und Gaspreisen – denn die Sonne schickt keine Rechnung. Auch durch eine Vielzahl an bundesweiten und regionalen Förderprogrammen sind SGA, die einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz darstellen, finanziell ausgesprochen attraktiv.”

Die AquaSolar-Technologie: in mehr als 20.000 Kleinanlagen bewährt
Die Erweiterung des mit dem “Bundespreis 2006 für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk” ausgezeichneten und an mehr als 20.000 Kleinanlagen erfolgreich erprobten AquaSystems auf solare Großanlagen resultiert aus der größeren Rentabilität von SGA gegenüber kleinen, privat initiierten und finanzierten Anlagen. Zudem führen SGA zu geringeren spezifischen Wärmeverlusten pro Quadratmeter Kollektorfläche, zu günstigeren statistischen Verbrauchsprofilen und zu niedrigeren spezifischen Installations- und Wartungskosten. Das 2004 eingeführte AquaSystem von Paradigma funktioniert in Kombination mit dem hocheffizienten CPC-Röhrenkollektor. Dabei wird normales Heizungswasser anstelle des üblichen Frostschutz-Wasser-Gemisches als Wärmeträger verwendet. Die entscheidenden Systemvorteile der Aqua-Solar-Technologie bei solaren Großanlagen fasst Dr. Rolf Meißner, Entwicklungsingenieur Solarwärme-Systeme und Projektleiter SGA bei Paradigma, so zusammen: “Eine Aqua-Anlage arbeitet wie ein Zusatzkessel mit beliebig wählbarer Temperatur und gewährleistet den Frostschutz überwiegend mit sonst nutzloser Niedertemperaturwärme. Solarwärmetauscher und Frostschutzmittel sind also überflüssig, wodurch die Kosten erheblich sinken. Es gibt kein Überhitzungsproblem mehr, damit ist eine Prozesswärmegewinnung bis 150 °C möglich. Die Probleme der Frostschutzchemikalien entfallen komplett.”

Eimerprinzip sorgt für optimale Schichtung im Speicher
Darüber hinaus kann mit dem so genannten Eimerprinzip eine hervorragende Schichtung im Speicher erzielt werden, da praktisch jede Temperatur ohne dramatische Wirkungsgradeinbuße erreichbar sei, betont Paradigma. Mit dem Intervallbetrieb würden übers Jahr rund 50 % der Pumpenlaufzeit eingespart. Durch das Eimerprinzip seien auch beliebig große Solarpumpen einfach beherrschbar. Kürzere Pumpenlaufzeiten, weniger Umwälzarbeit sowie die extrem niedrigen Wärmeverluste von CPC-Röhrenkollektoren sparten zusammen mehr Energie ein, als insgesamt für den aktiven Frostschutz gebraucht wird. Die umfangreiche Funktionskontrolle des Reglers sichere einen optimalen Betrieb, entdecke und melde sofort Fehler und sichere bei auftretenden Störungen -wie z.B. dem Ausfall von Temperaturfühlern – bestimmte Notlaufeigenschaften.

11.01.2008 | Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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