Solarthermie für Prozesswärme: NRW-Unternehmen investiert in eine der größten Solarwärme-Anlagen Deutschlands

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Das Familienunternehmen Steinbach & Vollmann (STUV; Heiligenhaus bei Velbert), Hersteller von Schließ- und Beschlagsystemen, feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen, hat aber vor allem die Zukunft fest im Blick: Steinbach & Vollmann hat gerade in fortschrittliche Energietechnik investiert. Mit Beginn des Jahres ist eine Solarthermie-Anlage für die Galvanik in Betrieb gegangen, die in dieser Größe Aufsehen erregen wird, berichtet die EnergieAgentur.NRW in einer Pressemitteilung. Es handle sich um eine Prozesswärmeanlage des Herstellers SOTEC-Solar, mit der die Galvanikbäder in der Produktion aufgeheizt werden. Zusätzlich sorge die Solartechnik für Wärme in den Waschräumen der Belegschaft. “Eine auf Solarenergie basierte Prozesswärmeanlage dieser Größenordnung ist im Bereich der Galvanik ein Novum. Mit 400 Quadratmetern Kollektorenfläche zählt die Anlage generell zu einer der größten ihrer Art in Deutschland”, sagt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.
210 Kilowatt Leistung bringe die neue Technik – und das nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei hellem bewölkten Himmel. Mit der Neuerung senke das Unternehmen den Gasverbrauch um etwa 35 bis 40 Prozent. Erwartet wird somit eine CO2-Verminderung von mehr als 20 Tonnen im Jahr – eine erhebliche Entlastung für die Umwelt.

Mehr Unabhängigkeit durch Solarenergie
Die EnergieAgentur.NRW hat STUV sowohl in technischer Hinsicht als auch bei der Beantragung von Fördergeldern beraten. “Das Engagement von Steinbach & Vollmann für den Klimaschutz und gegen die hohen Energiekosten ist innovativ, der konsequente Invest in den Umweltschutz lobenswert”, so Hüttenhölscher. “Die Firma in Heiligenhaus geht mit gutem Beispiel voran und motiviert damit auch andere Unternehmen zu fortschrittlichen Investitionen.” STUV übernimmt diese Vorreiterrolle aus Überzeugung. “Mit der Nutzung von Solartechnik wollen wir ein Zeichen setzen, denn der Umweltschutz ist uns wichtig”, sagt Betriebsleiter Ulrich Brix. Zudem werde sich die Anlage durch dauerhaft eingesparte Energiekosten und unter Einrechnung der Förderung des Landes NRW voraussichtlich in sieben Jahren amortisiert haben. Ab dann will der Betrieb zusätzlich zum Umwelt-Faktor auch von Kosteneinsparungen profitieren. Ein weiterer entscheidender Vorteil sei auch die Planungssicherheit, die mit dieser Investition erreicht wird. Denn mit der Nutzung von Solarenergie gewinne das Unternehmen mehr Unabhängigkeit. “Damit haben wir den steigenden Energiepreisen etwas entgegenzusetzen”, benennt Brix einen wichtigen Aspekt für das Unternehmen. Mit dem Start der Solarthermie-Anlage habe Steinbach & Vollmann gleich zu Beginn seines Jubiläumsjahres einen weiteren großen Schritt in die Zukunft gemacht.

06.02.2008 | Quelle: EnergieAgentur.NRW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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