Hamburg baut Förderung für Solarthermie aus

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Das Solarwärme-Förderprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg wird gut angenommen. In den letzten 2 Jahren sei ein Zuwachs der geförderten Kollektorfläche um je 50 % zu verzeichnen, berichtet die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in einer Pressemitteilung. Mehr als 8 Millionen Euro Fördermittel seien in den letzten Jahren ausgezahlt worden. Im Rahmen des Hamburger Klimaschutzkonzepts 2007-2012 wird nun die Förderung ausgeweitet. “Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts Hamburg legen wir ein neues Förderprogramm auf: ‘Solarthermie + Heizung’. Damit soll bei der Modernisierung von Heizungsanlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden noch mehr CO2 vermieden werden. Das Programm der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt startet am 1. März. Es fördert Heizungsmodernisierungen, wenn gleichzeitig eine neue Solarkollektoranlage installiert wird”, so Umweltsenator Axel Gedaschko.

Doppelte Förderung für den Austausch von Nachtstromspeicherheizungen und dezentralen Elektro-Warmwassersystemen
Gegenstand des Förderprogramms ist der Austausch bestehender Heizungsanlagen durch Gas- oder Öl-Brennwertgeräte, besonders effiziente Wärmepumpen oder den Anschluss an Wärmenetze. Die Fördersumme beträgt 70 Euro pro Kilowatt je neu installierter Nennwärme- bzw. Übertragerleistung, mindestens jedoch 1.400 Euro und höchstens 10.000 Euro. Beim Austausch von Nachtstromspeicherheizungen und dezentralen Elektro-Warmwassersystemen verdoppeln sich die Fördersätze. Beispiel: In einem Einfamilienhaus wird die bestehende Ölheizung durch ein Öl-Brennwertgerät mit 16 kW Nennwärmeleistung ersetzt und gleichzeitig eine neue Solaranlage mit 10 Quadratmetern Kollektor-Fläche installiert. Hier zahlt das neue Förderprogramm “Solarthermie + Heizung” 3.000 €.

Solarthermie-Handwerksbetriebe stellen Förderanträge
Wie bisher werden die Förderanträge durch die jeweiligen Solarthermie-Handwerksbetriebe gestellt und von der Innung Sanitär Heizung Klempner bewilligt. Die Hamburger Förderung schließt eine zusätzliche Förderung durch Programme des Bundes nicht aus.
Zuschüsse für Solarkollektoranlagen werden in Hamburg schon seit vielen Jahren gewährt. Daran ändert sich nichts. Die Förderhöhe von 160 € / m2 bei Flachkollektoren und 180 € / m2 bei Vakuumröhrenkollektoren bleibt erhalten.

05.03.2008 | Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg; Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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